Vor 20 Jahren: Expo Initiative OstWestfalenLippe verändert die Region

Vor 20 Jahren, im Juni 2000, startete mit der sog. „Station Haller Willem“ die Präsentation der EXPO Initiative OstWestfalenLippe. Mit sieben Sommerfesten wurde die Regionalentwicklungsinitiative, mit der OstWestfalenLippe die REGIONALE 2000 umgesetzt hat, in der ganzen Region vorgestellt und  gefeiert. Die Initiative war der Startschuss für einen umfassenden Veränderungsprozess in der Region, der mit der aktuellen Strukturentwicklungsinitiative UrbanLand OstWestfalenLippe auf einen erneuten Höhepunkt zusteuert. Neben dem Haller Willem gehören Projekte wie MARTa Herford und das Quartier Dürkopp Tor 6 in Bielefeld zu den heute noch sichtbaren Zeichen der damaligen Initiative. Sie sind Beispiele für die außergewöhnlichen und nachhaltigen Wirkmöglichkeiten derartige Regionalinitiativen.

Idee der EXPO Initiative OWL war es, die Impulse der Weltausstellung EXPO 2000, die in unmittelbarer Nachbarschaft zur Region in Hannover stattfand, zu nutzen, um den Standort zu stärken, die Stärken und Potenziale OWL’s ins Licht zu rücken und Anstöße für eine nachhaltige Regionalentwicklung zu geben. Die Überschrift „Wir holen die Weltausstellung 2000 zu uns“ beschrieb den konzeptionellen Ansatz, das Motto der Weltausstellung „Mensch – Natur – Technik“ auf regionalrelevante Themenfelder wie nachhaltiges Wirtschaften/Energiekompetenz, Gesundheitskompetznz und das kulturelle Erbe der Region abzuleiten. Mehr als 300 Vorschläge aus Unternehmen, Institutionen und Verbänden, von kommunalen Trägern und privaten Initiativen wurden zusammengetragen. 54 Vorhaben wurden zu Projekten der EXPO Initiative OstWestfalenLippe.

Etwa 273 Mio. DM Landesfördermittel sind in die Projekte geflossen, insgesamt wurde ein Investitionsvolumen 1,5 Mrd. DM ausgelöst. Die Initiative wurde vom Ansatz des Public Partnership getragen, Politik und Wirtschaft haben Hand in Hand gearbeitet.

Die EXPO Initiative 2000 hat in drei Bereichen nachhaltige Veränderungen bewirkt, die auch heute – 20 Jahre später – noch Wirkung zeigen:

  • mit 54 Projekten wurde die Infrastruktur in OWL nachhaltig gestärkt,
  • ein Prozess der Einigung der Region wurde in Gang gesetzt,
  • OWL ist selbstbewusst geworden, trägt den Pelz nicht mehr nur nach innen.

Beispiele für bessere Infrastruktur sind der Erhalt und Ausbau der Schienenstrecke Haller Willem von BI nach OS, das Stadtquartier Dürkop Tor 6 in Bielefeld mit Jugendgästehaus, Theaterlabor, Beschäftigungsinitiative BAJ und sozialem Wohnungsbau, das Haus des Möbels mit dem Museum MARTa in HF, die Erneuerung vieler Gärten und Parks in der Region und das Musik- und Literaturfest „Wege durch das Land“, das bundesweit auf das reiche kulturelle Leben in OWL aufmerksam macht.

Die entscheidenden Impulse der EXPO Initiative wurden in der Regionalentwicklung für OstWestfalenLippe gesetzt. Das ZIG Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft war ein erstes Branchennetzwerk, die im Rahmen der REGIONALE entwickelt wurde. In der Folge entstanden weitere Branchennetzwerke wie OWL Maschinenbau, Energieimpuls OWL oder InnoZent OWL. OstWestfalenLippe hat gelernt, seine Kräfte zu mobilisieren, wenn neue Themen und neue Projekte umgesetzt werden mussten. Die damals noch OWL Marketing GmbH und heutige OstWestfalenLippe GmbH hat sich als Plattform für die Umsetzung gesamtregionaler Aufgaben weiterentwickelt.

 „Die EXPO Initiative war Impulsgeber für weitere Initiativen wie die Modellregion für Bürokratieabbau oder auch die Initiative Innovation und Wissen mit denen OstWestfalenLippe in den Folgejahren reüssierte. Herausragender Erfolg, der seine Wurzeln in der EXPO Initiative hatte, ist sicherlich der Gewinn, der Erfolg im Spitzenclusterwettbewerb des BMBF mit dem Technologienetzwerk it's OWL“ unterstreichet Herbert Weber, Geschäftsführer der OWL GmbH, die Wirkungen der Initiative.

Mit dem UrbanLand OstWestfalenLippe soll dieser Entwicklungspfad nun erfolgreich fortgesetzt werden.

Die Stadt Halle war der Austragungsort der ersten sog. „Station der EXPO Initiative OstWestfalenLippe“. Im Mittelpunkt stand seinerzeit die Eröffnung des Projektes Haller Willem (Regionalstation Zukunft – mehr als eine Bahnsteigkante). Sechs weitere Feste fanden im Sommer 2000, in Bad Oeynhausen, Bad Lippspringe, Bökendorf, Bielefeld, Detmold und Herford statt.

  • Favoriten

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.