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  • Industrial Pioneers OWL – 360-Grad Welt trifft auf Wissensaustausch

    Unternehmen und Forschungseinrichtungen zeigen Lösungen für die Produktion von morgen Bielefeld, 7. April 2021. Maschinelles Lernen, digitale Plattformen, zirkuläre Wertschöpfung und Arbeit 4.0: Die digitale Transformation verändert die Wirtschaft Schritt für Schritt. Neue Ansätze zeigen 54 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke aus OstWestfalenLippe vom 19. April bis 4. Mai in der virtuellen Innovationschau „Industrial Pioneers OWL“, die von der OstWestfalenLippe GmbH und owl maschinenbau in Kooperation mit dem Spitzencluster it´s OWL organisiert wird. In einer 360-Grad Welt können Interessentinnen und Interessenten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Politik 72 Lösungen in zehn Themenräumen erkunden. Ergänzt wird die Innovationsschau durch ein Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen, Expertengesprächen und digitalen Führungen. „Der Einsatz neuer Technologien und konsequente Digitalisierung sind der Schlüssel, damit die Industrie in Deutschland auch morgen noch wettbewerbsfähig ist. Die digitale Transformation stellt aber insbesondere kleine und mittlere Unternehmen vor große Herausforderungen, die wir gemeinsam angehen müssen. Im Spitzencluster it´s OWL und weiteren Initiativen entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen in OstWestfalenLippe beispielhafte Lösungen für den Mittelstand. 72 davon präsentieren wir bei Industrial Pioneers OWL. Unser Ziel ist es, dass Unternehmen neue Impulse erhalten und ihre konkreten Herausforderungen mit Expertinnen und Experten diskutieren können“, erläutert Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH. Die virtuelle Leistungsschau ist die digitale Transformation des OWL Gemeinschaftsstandes auf der Hannover Messe, den OWL GmbH und owl maschinenbau seit zwölf Jahren als Visitenkarte für den Hightech-Standort OWL und als Treffpunkt für die Region organisieren. Da die Messe in diesem Jahr nur digital stattfindet, haben sich Veranstalter und Partner für ein eigenes Format nach der Messe entschieden. „Mit der virtuellen Leistungsschau wollen wir die Lösungen und Kompetenzen aus OWL präsentieren und mit den Unternehmen in den Dialog treten. Wir haben dazu eine attraktive virtuelle Welt geschaffen, die zum Erkunden einlädt. Mit unserem Veranstaltungsprogramm bieten wir darüber hinaus die Möglichkeit, sich zu informieren und Kontakte zu knüpfen“, ergänzt Almut Rademacher, Geschäftsführerin owl maschinenbau. „So schaffen wir ein Format, das auf die Bedarfe der Unternehmen in OWL zugeschnitten ist und die starke Kooperationskultur in OWL eindrucksvoll demonstriert“. Die Forschungsansätze und Anwendungen sind für die Besucherinnen und Besucher übersichtlich in zehn virtuellen Themenräumen aufbereitet. Themenfelder sind Maschinelles Lernen, Digitaler Zwilling, Digitale Plattformen, Industrial APP Marketplace, Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt, Digitale Transformation, Open Innovation, Zirkuläre Wertschöpfung, Smart Food Technologies und Zukunftstechnologien Bau. In jedem Raum sind sechs bis zwölf Impulse zu finden, die in Form eines Videos, einer interaktiven Webseite oder einer 3D-Animation präsentiert werden. Forschungseinrichtungen bündeln ihre Kräfte für den Mittelstand Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen in OWL spielen dabei eine wichtige Rolle und engagieren sich in allen Themenfeldern. Mit dabei sind die Universitäten Bielefeld und Paderborn, die Technische Hochschule OWL, die Fachhochschule Bielefeld, die Fachhochschule des Mittelstands, die Fachhochschule der Wirtschaft, das Fraunhofer IEM und das Fraunhofer IOSB-INA. „Die Forschungsinstitute in OWL verstehen sich als Innovationspartner für den Mittelstand. Wir ergänzen uns gut in unseren Kompetenzen und arbeiten in vielen Projekten zusammen, um passgenaue Lösungen für die Unternehmen zu erarbeiten. Das zeigen wir auch bei Industrial Pioneers OWL, wo wir erstmals gemeinsam unsere Kompetenzen in unterschiedlichen Themenfeldern präsentieren“, erläutert Prof. Dr. Volker Lohweg, Vorstand des Instituts für Industrielle Informationstechnik der TH OWL (inIT). So gehört das Institut beispielsweise zu den zehn Partnern im Themenraum maschinelles Lernen und zeigt dort, wie selbst mit wenigen Daten Informationsfusionssysteme für vorausschauende Wartung angelernt werden können. Hiermit lassen sich KI-Systeme realisieren, die im Maschinen- und Anlagenbau oder der Prozessindustrie eingesetzt werden können. Darüber hinaus können diese Systeme u.a. auch Konflikte in Datenquellen erkennen, z.B. nicht korrekt montierte Sensoren, um so Rückschlüsse auf das Verhalten der Maschinen und Datenquellen ziehen zu können. In einem weiteren Themenraum präsentiert das Netzwerk Smart Food Technology OWL Innovationen für die lebensmittelverarbeitende Industrie. Die Institute der TH OWL zeigen gemeinsam mit Unternehmen, wie durch digitale Technologien Überproduktion und Unterversorgung vermieden und Ressourcen optimal eingesetzt werden können. Ein wichtiges Anwendungsfeld, in dem Maschinelles Lernen und Food-Technologien zusammenwirken, ist beispielsweise die Analyse und Optimierung von Verfallsprozessen in Lebensmitteln. Hierdurch lässt sich das Verfallsdatum optimieren. Lebensmittel können länger verwendet werden können, die Vernichtung von Lebensmitteln wird drastisch reduziert. Das ist Nachhaltigkeit pur. KI und intelligente Automatisierung als Schlüssel für die Industrie von morgen Neben der Forschung ist die Automatisierungsindustrie eine tragende Säule von Industrial Pioneers OWL. Die Weltmarktführer Beckhoff, KEB, Lenze, Phoenix Contact, Wago und Weidmüller zeigen in vielen Themenräumen neue Lösungen. „Künstliche Intelligenz und intelligente Automatisierung sind die Schlüsselfaktoren für die Industrie von morgen. Im Spitzencluster it´s OWL arbeiten viele bekannte Weltmarktführer und erschließen mit den Forschungseinrichtungen neue Potenziale für maschinelles Lernen, arbeiten am digitalen Zwilling als Technologie, entwickeln Grundsätze für digitale Plattformen und beschäftigen sich mit unserer Arbeitswelt der Zukunft. Und mit dem Industrial APP Market Place projektieren wir einen neuen Marktplatz für Industrie 4.0-Lösungen“, erklärt Jürgen Schäfer, Geschäftsführer WAGO Kontakttechnik. Im Industrial APP Market Place arbeitet WAGO gemeinsam mit Phoenix Contact, Weidmüller, owl maschinenbau, dem Centrum Industrial IT sowie weiteren Unternehmen und Forschungseinrichtungen an einem Marktplatz, auf dem Unternehmen Apps für Industrie 4.0 und später auch weitere Automatisierungsanwendungen vorstellen, aber auch kaufen können. Durch den Fokus auf Offenheit, Interoperabilität und Open Source haben Endanwender den größtmöglichen Nutzen in ihrem Arbeitsalltag. Dabei ist es egal, ob es sich um Maschinenbetreiber, Maschinenbauer, Systemintegratoren oder APP Entwickler handelt. Im Themenraum bei Industrial Pioneers OWL erhalten Besucherinnen und Besucher einen Überblick über den Entwicklungsstand des Marktplatzes, eine virtuelle Ansicht des Demonstrators und unterschiedliche Anwendungsbeispiele. Darüber hinaus hat WAGO gemeinsam mit dem Fraunhofer IEM im it´s OWL Projekt „Digital Business“ Ansätze erarbeitet, wie sich Unternehmen in der Plattformökonomie aufstellen können. Die Ergebnisse werden im Themenraum Digitale Plattformen präsentiert: Ein Plattform Navigator bietet Unternehmen die Möglichkeit eine erste Orientierung in der Plattformökonomie zu erhalten. Er besteht aus dem Plattform-O-Maten und dem Plattform Radar. Mit Hilfe des Plattform-O-Maten können Unternehmen eine erste Selbsteinschätzung vornehmen und erhalten darauf aufbauend Handlungsempfehlungen für die Entwicklung einer eigenen Plattformstrategie. Diese können sie dann mit Hilfe des Plattformradars konkretisieren und Anwendungsfälle ermitteln. 10 Thementage mit Vorträgen, Expertengesprächen und Erfahrungsaustausch Vertiefende Informationen bietet ein begleitendes Veranstaltungsprogramm, bei dem Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke Herausforderungen und Anwendungen zu den Themenfeldern vorstellen und diskutieren. Zu jedem Thema gibt es ab dem 20. April einen Thementag mit Vorträgen, Erfahrungsaustausch, digitalen Führungen und Expertengesprächen. „Industrial Pioneers OWL“ startet am 19. April mit einer virtuellen Eröffnungsveranstaltung. Im Fokus steht dabei eine Bilanz der Hannover Messe: Spitzen von Unternehmen werden Trends und Perspektiven der Industrie in der neuen Normalität mit der Corona-Pandemie diskutieren. Die Thementage finden an den folgenden Terminen statt: Dienstag, 20. April: Maschinelles Lernen Mittwoch, 21. April: Digitaler Zwilling Donnerstag, 22. April: KI in der Arbeitswelt und Digitale Transformation Freitag, 23. April: Smart Food Technologies Montag, 26. April: Industrial APP Marketplace Dienstag, 27. April: Open Innovation Mittwoch, 28. April: Zirkuläres Wirtschaften Donnerstag, 29. April: Digitale Plattformen Dienstag, 4. Mai: Zukunftstechnologien Bau Das sind die Industrial Pioneers OWL Industrial Pioneers OWL wird von den folgenden Partner getragen: Beckhoff, Center for Applied Data Science, Centrum Industrial IT (CIIT), CirQuality OWL, Contact Software, CoR-Lab, Digital in NRW, Dixeno, Eisfeld Ingenieure, Energie Impuls OWL, Fachhochschule Bielefeld, Fachhochschule des Mittelstands, Fachhochschule der Wirtschaft, Fachwerkstatt Drücker, Food Processing Initiative, Founders Foundation, Fraunhofer IEM, Fraunhofer IOSB-INA, Goldbeck, Handwerkskammer OWL, Heinz Nixdorf Institut, Hilscher, Hochbau Detert, IG Metall, InnoZent OWL, Institut für industrielle Informationstechnik, Institut für Technische Energie-Systeme, it´s OWL, KEB, KI-Marktplatz, Knowtion, Lenze, Lippe zirkulär, NRW.Innovationspartner, Open Innovation City Bielefeld, OstWestfalenLippe GmbH, owl maschinenbau, PerFact, Phoenix Contact, Pioneers Club, Rexroth, Schüco, SICP Paderborn, Smart Food Technologies OWL, SSV Software Systems, Technische Hochschule OWL, Tosibox, Unity, Universität Bielefeld, Universität Paderborn, VDI Ostwestfalen-Lippe Bezirksverein, Wago, Weidmüller, ZIG OWL Weitere Informationen unter www.industrial-pioneers-owl.de Wolfgang Marquardt (OstwestfalenLippe GmbH) und Almut Rademacher (owl maschinenbau) in der 360 Grad-Welt „Industrial Pioneers OWL“ Quelle: OWL GmbH

    Erstellt am: 07. April 2021
  • Gesamtstrategie „Erlebnisraum Weserlandschaft“ vorgestellt

    Die Weser ist mit ihren Umgebungen eine der bedeutenden Lebensadern in OWL. Sie ist touristischer Anziehungspunkt, auf ihr fahren Frachtschiffe, aber auch Jachten und Boote, sie ist Naherholungs- und Naturressource. Vom Süden in den Norden durchzieht sie OstWestfalenLippe auf rund 116 Kilometern. Für die ganzheitliche Entwicklung und Renaturierung dieses starken Identitätsgebers schafft das jetzt vorgelegte REGIONALE 2022-Rahmenkonzept „Erlebnisraum Weserlandschaft“ die Grundlage und beschreibt das Arbeitsprogramm. Rund 100 Teilnehmende waren bei der digitalen Präsentationsveranstaltung der OstWestfalenLippe GmbH am 19.03.2021 dabei, darunter Vertretungen aus Politik, der Ministerien, von Verbänden und Fachleute aus NRW, Niedersachsen und Hessen. Die Detmolder Regierungspräsidentin Judith Pirscher, der Höxteraner Landrat Michael Stickeln und Landrätin Anna Katharina Bölling, Kreis Minden-Lübbecke, begleiteten die Vorstellung mit Grußworten. „Es geht darum, OstWestfalenLippe als einen gemeinsamen Raum fit für die Zukunft zu machen. Landschaft und Natur an der Weser sind dafür relevante Standortfaktoren. Unter dem Dach der REGIONALE 2022 wachsen die lokalen Prozesse zu einem Gesamtkonzept zusammen und wird Vernetzung aktiv gefördert. Das ist nachhaltige Heimatgestaltung im besten Sinn. Die Landesregierung unterstützt diesen Prozess über die REGIONALE 2022 gern auch in Zukunft“, so Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW. „Die Maßnahmen des Konzeptes ‚Erlebnisraum Weserlandschaft‘ dienen den Menschen vor Ort: für ein gutes und attraktives Lebensumfeld und zur Steigerung der Potenziale im Tourismus, der Wirtschaft, der Wasserwirtschaft, der Stadtentwicklung und der Natur. Vier Kreise sitzen gemeinsam in einem Boot, um diese Ziele zu verwirklichen. Das macht den ‚Erlebnisraum Weserlandschaft‘ zu einem vorbildlichen und zukunftsweisenden Projekt und bringt den Ansatz der REGIONALE 2022 hervorragend zum Ausdruck. Die Bezirksregierung steht den Projektpartnern auch weiterhin fördernd zur Seite“, sagte Judith Pirscher, Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Detmold. „Die Kulturlandschaft im UrbanLand OstwestfalenLippe ist geprägt von einer abwechslungsreichen Vielfalt. Das gilt in besonderem Maße für die Weserlandschaft. Umso wichtiger ist es, dass wir gemeinsam das nachhaltige Entwicklungskonzept ‚Erlebnisraum Weserlandschaft‘ vorantreiben", so der Landrat des Kreises Höxter Michael Stickeln. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass es uns gelingt, die großen Chancen zu nutzen, die in diesem Gemeinschaftsprojekt über die Grenzen hinweg liegen." „Die gemeinsame Entwicklung des Weserraums ist ein Best-Practice-Beispiel für eine zielgerichtete und dauerhafte interkommunale Zusammenarbeit. Es bietet darüber hinaus vielen Aktiven aus Naturschutz, Tourismus, Wirtschaft und Ehrenamt die Möglichkeit, sich Gewinn bringend mit Ideen und Engagement einzubringen“, stellte Landrätin Anna Katharina Bölling, Kreis Minden-Lübbecke, heraus. Leitmotive der Gesamtstrategie 13 Bausteine als konkrete Projektansätze auf Kreis- und Kommunalebene sind im Rahmenkonzept weiterentwickelt und -qualifiziert worden. Drei Leitmotive geben dabei den Rahmen vor: Identität stärken: Touristische Attraktionen und Orte der Naherholung entlang der Weser – von Beverungen im Süden bis Petershagen im Norden – gilt es zu entwickeln und zu vernetzen. Außerdem ist es Ziel, die urban geprägten Bereiche der Weser und ihrer Nebenflüsse erlebbar zu machen und mehr in den Lebensraum der Menschen zu integrieren. Sie sind Teil der Quartiersentwicklung in den Städten und Gemeinden und bieten großes Entwicklungspotenzial. Die Flussauen und die dort vorhandenen zahlreichen Möglichkeiten der Naherholung stellen eine große Qualität und Besonderheit der Region dar und wirken identitätsstiftend für die Bevölkerung. Ziel ist es, diese Qualitäten zu erhalten und weitere Uferbereiche in naturnaher Form für die Naherholung weiter zu entwickeln. Mobilität stärken: Zielrichtung ist, über die Vernetzung von Alltags- und touristischen Verkehren eine bessere Erreichbarkeit, einen höheren Komfort und damit attraktive Verbindungen zu schaffen. Dabei ist gerade im ländlichen Raum zu prüfen, welche Verbindungsfunktion zwischen den Kommunen bestehen, wo gebündelt werden kann, um die Nutzung sowohl im touristischen Bereich als auch für Alltagspendler zu verbessern. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Flussradwegen, wie beispielsweise dem Weserradweg, dem Else-Werre-Radweg, sowie dem Europa Radweg R1, dem Radweg Deutsche Einheit oder der Paderborner Landroute, die sich bei Touristinnen und Touristen, aber auch als Alltagsrouten von Pendlerinnen und Pendler großer Beliebtheit erfreuen. Natur entwickeln: Die Renaturierung von Flüssen und Auen schafft Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt und ist eine wichtige Aufgabe zum Schutz und zur Erhaltung der Kulturlandschaft an der Weser. Dem naturnahen Umbau des Flusssystems im Sinne des Biotopverbundes, des Hochwasserschutzes und der Auenentwicklung, sowie dem Naturschutz kommt eine besondere Rolle bei Klimaschutz und -anpassung zu, setzt aber auch gleichzeitig neue Akzente für Freizeit und Erholung. Der Prozess Die Gesamtstrategie "Erlebnisraum Weserlandschaft" versteht sich als Gemeinschaftswerk der Kreise Höxter (federführend), Lippe, Herford und Minden-Lübbecke. In der gemeinsamen Koordinierung des bevorstehenden langjährigen Entwicklungsprozesses liegt eine Schlüsselfunktion für eine regionale, überregionale und auch länderübergreifende Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden, den Verbänden, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, dem Bundesamt für Naturschutz sowie den Partnern in den Nachbarländern Niedersachsen und Hessen. Die vier Kreise richten dafür eine gemeinsam finanzierte Personalstelle beim federführenden Kreis Höxter ein. Moderiert wurde der Prozess für das Rahmenkonzept vom Team der REGIONALE bei der OstWestfalenLippe GmbH mit Unterstützung der Bezirksregierung Detmold sowie des beauftragten Planungsbüros REICHER HAASE ASSOZIIERTE GMBH, Dortmund. Gefördert wurde das Konzept im Rahmen der REGIONALE 2022 durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. WEitere Informationen zur REGIONALE 2022: www.urbanland-owl.de Download "Erlebnisraum Weserlandschaft"

    Erstellt am: 22. März 2021
  • Über eine Million Euro für Linien-E-Carsharing Borgholzhausen

    Die Idee ist einfach, nachhaltig und bisher einzigartig: Der REGIONALE-Projektkandidat Linien-E-Carsharing ist ein flexibles und komfortables Mobilitätsangebot an die Menschen in Borgholzhausen. Dort gibt es demnächst Carsharing-Elektro-Autos, die auf einigen Strecken in Verbindung mit einem ÖPNV-Ticket kostenlos genutzt werden können. Zur Umsetzung dieses innovativen Projekts hat Verkehrsminister Hendrik Wüst der Stadt Borgholzhausen einen Förderbescheid in Höhe von 1.020.000 Euro überreicht. Das Projekt zum Linien-E-Carsharing wurde im Landeswettbewerb „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“ ausgezeichnet. „Die Zukunft der Mobilität ist digital, vernetzt und automatisiert – auch in ländlichen und suburbanen Räumen. Eine Carsharing-Flotte aus E-Fahrzeugen auf festgelegten Strecken im ÖPNV anzubieten, ist eine tolle Ergänzung zum Linienverkehr. Eine kreative Idee für eine bessere, sichere und saubere Mobilität in Borgholzhausen“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst. Die Menschen in Borgholzhausen können ab Herbst mit einer kleinen Flotte von E-Fahrzeugen von der Mobilstation am Bahnhof der Stadt aus angrenzende Ortsteile selbst ansteuern. Das Besondere: Wenn ein E-Carsharing-Fahrzeug auf einer der festgelegten zentralen Strecken fährt, gilt auch im E-Auto der ÖPNV-Tarif ohne Aufpreis. So bekommen die Menschen, die in den umliegenden Siedlungen und Gewerbegebieten wohnen oder arbeiten, ein flexibles ÖPNV-Angebot. Fahrerinnen oder Fahrer können das Leihfahrzeug mit einem Ticket des WestfalenTarifs oder NRW-Tarifs als Zugangsberechtigung nutzen. Werden die vorgegebenen Carsharing-Linien verlassen, ist dies auch möglich – dann gilt allerdings ein üblicher Carsharing-Tarif. „Das Konzept des Linien-E-Carsharing ist bisher einzigartig in Deutschland: Auf definierten Linien werden kleinere Siedlungen der Flächenkommune Borgholzhausen mit Elektro-Fahrzeugen an den vorhandenen ÖPNV angebunden. Man fährt selbst und kann andere mitnehmen – für Besitzerinnen und Besitzer eines Nahverkehrstickets kostenlos. Die Stadt Borgholzhausen ist glücklich, mit diesem Projekt einen besonderen Beitrag zur Erhöhung der Attraktivität von bezahlbarem Wohnraum in ländlichen Strukturen leisten zu können“, sagte der Bürgermeister von Borgholzhausen, Dirk Speckmann. „Das Linien-E-Carsharing Borgholzhausen zeigt als eines der Pilotprojekte im Bereich On-Demand-Mobilität der REGIONALE 2022, wie Mobilität im ländlichen Raum zukünftig optimal mit dem ÖPNV verknüpft werden kann,“ erläutert Annette Nothnagel, Leitung REGIONALE 2022. „Es leistet in einem konkreten Experimentierfeld einen wesentlichen Beitrag zum UrbanLand und wir freuen uns sehr, dass es im Rahmen des Landeswettbewerbs unterstützt wird.“ Die Schaffung flexibler und bedarfsgesteuerter Mobilitätsangebote gehört zu den zentralen Maßnahmenempfehlungen der im November 2019 veröffentlichten Mobilitätsstrategie für das „UrbanLand OstWestfalenLippe“. Diese greift zentrale Themen wie multimodale Mobilität, flexible und bedarfsgesteuerte Mobilitätsangebote, Radverkehr und Logistik auf und gibt Orientierungshilfe für die Ausgestaltung der regionalen Mobilität von morgen. Die REGIONALE 2022 bietet dabei gute Möglichkeiten, anhand von Pilotprojekten zu zeigen, wie die Strategie umgesetzt werden kann. Der Betrieb des Linien-E-Carsharing soll in der zweiten Jahreshälfte starten. Hintergrund Landeswettbewerb: Das Verkehrsministerium hat in einem Landeswettbewerb „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“ Kommunen, kommunale Zweckverbände und SPNV-Aufgabenträger aufgefordert, innovative Konzepte für den ÖPNV im ländlichen Raum zu entwickeln. Durch die Modellprojekte sollen Wege gefunden werden, wie in eher ländlich geprägten und suburbanen Räumen ÖPNV-Angebote neu geschaffen oder die bestehenden Angebote attraktiver werden können. Insgesamt wurden 38 Projektvorschläge eingereicht. Eine Experten-Jury hat die Bestplatzierten ausgewählt. 15 Projekte profitieren nun von der Landesförderung. Hintergrund ÖPNV-Offensive des Verkehrsministeriums: Die Förderung von innovativen Modellvorhaben im ländlichen Raum ist Teil der ÖPNV-Offensive, die das Verkehrsministerium gestartet hat. Hierfür sind bis 2031 insgesamt 120 Millionen Euro eingeplant. Darüber hinaus stellt das Land bis 2031 eine Milliarde Euro für die dringend notwendige Erneuerung der Stadt- und Straßenbahnen zur Verfügung. Außerdem fließen in den nächsten zwölf Jahren rund 100 Millionen Euro in Schnellbus-Linien im ländlichen Raum. Rund 180 Millionen Euro investiert Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Bahn und den Aufgabenträgern in ein robustes Schienennetz. Außerdem fördert das Verkehrsministerium die Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken. Planskizze Linien-E-Carsharing-Parkplatz am Bahnhof Borgholzhausen | Abbildung: Stadt Borgholzhausen

    Erstellt am: 02. März 2021
  • Bundesförderung für Kleinstadtverbund stärkt ländlichen Raum

    Als eines von vier deutschlandweiten Modellen der „Kleinstadtakademie“ erhält der Zusammenschluss der OWL-Städte Nieheim, Marienmünster, Schieder-Schwalenberg mit Vlotho (NRW), Drebkau/Drojwk (Brandenburg) und der Hansestadt Seehausen, Altmark (Sachsen-Anhalt) eine Förderung aus dem Bundesprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt)“ in Höhe von rund 335.000 Euro. Die Bewilligung wurde jetzt durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung ausgesprochen. Damit sollen Lösungen für die Aktivierung von Bestandsimmobilien und Flächen in den häufig leerstehenden Ortsmitten erarbeitet werden. „Ein Vorzeige-Vorhaben mit Modellcharakter für das UrbanLand OstWestfalenLippe, das attraktive Lebensumfelder gerade in kleinen Städten schafft und damit die ganze Region stärkt“, so Annette Nothnagel, Leiterin der REGIONALE 2022 bei der OWL GmbH, wo die Bewerbung koordiniert wurde. „Die Bewilligung ist eine großartige Chance für die beteiligten Kommunen. Den offensichtlichen Herausforderungen in den innerstädtischen Bereichen können wir durch die Bundesförderung in absehbarer Zeit ein fundiertes, wissenschaftlich untermauertes Konzept entgegenstellen. Allein von dem wohl ziemlich einmaligen Entwicklungsprozess werden die sechs Gemeinden enorm profitieren“, so Johannes Schlütz, Bürgermeister der antragstellenden Stadt Nieheim im Kreis Höxter. Der sich durch Corona verstärkende Trend, dass Menschen Überschaubarkeit und das Leben in ländlichen, aber vitalen Gebieten suchen, bietet Chancen für Kleinstädte. Gleichzeitig gilt es, älteren Menschen passende Angebote zu machen. Das Konzept mit dem Titel „Bündnis für Wohnen im ländlichen Raum. Neue Instrumente für die Stärkung der Ortsmitte kleiner Städte und Gemeinden“ des Projektverbunds setzt da an. Mit der Förderbewilligung für die Pilotphase bis März 2023 startet der Projektverbund jetzt mit der Entwicklung zukunftsfähiger Nutzungsmodelle für Flächen und Bestandsimmobilien in den Ortskernen der beteiligten sechs Kommunen, die mit Leerstand vieler Wohn- und Geschäftshäuser in der historischen Ortsmitte kämpfen. Es gilt, neue Wohnmodelle zu entwickeln, die im Altbestand umsetzbar sind. Damit sollen gute Rahmenbedingungen für private Initiative und Investition geschaffen werden, der Ortskern wird wieder attraktiver und mit Leben gefüllt. „Kleine Kommunen sind mit einer solchen Projektentwicklung allein oft überfordert. Die Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit macht die Kommunen handlungsfähig. Durch die bundesweite Vernetzung können wir auch von guten Beispielen andernorts lernen“, erläutert Annette Nothnagel. Als begleitende Projektagentur fungiert die OstWestfalenLippe GmbH. Das Vorhaben soll ein Projekt der REGIONALE 2022 werden. Ziel ist damit auch, den Wissenstransfer für andere interessierte Kleinstädte in OWL herzustellen. Die sechs beteiligten Städte werden sich unter wissenschaftlicher Begleitung in Workshops zusammenfinden und die konkreten Nutzungsbedarfe untersuchen. Dabei wird auch konkret mit den Menschen vor Ort gearbeitet. Für die wissenschaftliche Begleitung sind die Ruhr-Universität Bochum/InWIS (Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung) sowie die Fachhochschule des Mittelstands Bielefeld (Fachbereich Wirtschaft, Innovation & Raumentwicklung) beteiligt. Die daraus resultierenden Handlungsoptionen könnten die Kommunen dann vor Ort testweise umsetzen. Sind die Tests in den Städten erfolgreich, sollen sie als Muster für andere Kleinstädte dienen. OstWestfalenLippe richtet die REGIONALE 2022 unter der Überschrift „Das neue UrbanLand“ aus. Ziel ist es, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu stärken. Ein Thema ist das Wohnen. Dafür werden Projekte gesucht, die sich in besonderem Maße mit der Quartiersentwicklung, dem Wohnen, der Gesundheitsversorgung, dem Landschaftsraum sowie der Kultur beschäftigen und dabei die Ansprüche und Vorstellungen der heutigen und zukünftigen Nutzenden in den Fokus rücken. Weitere Informationen unter: www.urbanland-owl.de Nieheims Bürgermeister Johannes Schlütz hält den Förderbescheid für das "Bündnis für Wohnen im ländlichen Raum" in seinen Händen. | Foto: Stadt Nieheim

    Erstellt am: 24. Februar 2021
  • Zwei REGIONALE-Tourismusprojekte in Förderung

    Gleich zwei REGIONALE 2022-Projekte erhielten mit Übergabe des Zuwendungsbescheids einen Startschuss: Die Klimaerlebniswelt Oerlinghausen und der Digital Showroom im Archäologiepark Höxter als Teilprojekt von Zukunftsfit Digitalisierung. Die Fördermittel entstammen dem Programm Bund-Länder Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes. Die Projektträger Kreis Lippe und Kreis Höxter nahmen die Zuwendungsbescheide von Staatssekretär Christoph Dammermann vom NRW Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie und die Detmolder Regierungspräsidentin Judith Pirscher am 19. Februar 2021 in Marienmünster entgegen. Gleichzeitig erhielten zwei weitere Tourismusprojekte - die „Moorerlebniswelt“ in Bad Driburg und die „LandGenussTouren“ des Kreises Höxter - eine Förderung. Staatssekretär Christoph Dammermann: „Die Tourismusbranche ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Ostwestfalen-Lippe – und leidet sehr stark unter der Corona-Pandemie. Ob spannende Radtouren, eine Klimaerlebniswelt oder ein digitaler Show-Room, der Geschichte erlebbar macht: Mit den geförderten Vorhaben unterstützt das Land die Region dabei, innovative touristische Angebote umzusetzen und sich erfolgreich für die Zukunft aufzustellen. So können die Unternehmen bald wieder zahlreiche Besucher anlocken und Wege aus der Krise finden.“ Regierungspräsidentin Judith Pirscher stellte heraus: „Die vier Projekte verknüpfen die 'Schätze' unserer Region mit Erlebnissen und Emotionen. Sie sprechen alle Sinne an und machen dank digitaler Technik auch Unsichtbares und Vergangenes erfahrbar. Ich bin mir sicher, dass diese Projekte zu hoher Kundenzufriedenheit, digitaler Präsenz der Region und starker Kundenbindung führen werden. Sie zeigen eindrucksvoll, wie mit öffentlichen Mitteln gute und nachhaltige Impulse in die regionale Wirtschaft gegeben werden.“ Der Landrat des Kreises Höxter, Michael Stickeln, freut sich sehr über die Förderung der touristischen Projekte. Zur Förderung des Digitales Show-Rooms im Archäologiepark Corvey sagt er: „Dieses wegweisende Projekt bietet uns die Riesenchance, die Gäste der Landesgartenschau 2023 für unser Kulturland als eine attraktive Tourismus-, Kultur-, und Freizeitregion zu begeistern. Mit dem digitalen Show-Room im Archäologiepark Corvey schaffen wir multimediale Erlebniswelten, die unsere Besucherinnen und Besucher nicht nur informieren, sondern auch faszinieren. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung des Welterbes Corveys mit neuesten Technologien, sondern auch um die multimediale Präsentation weiterer Anziehungspunkte in unserer Region. Das innovative Tourismuszentrum soll auch nach der Landesgartenschau in der attraktiven Lage nahe an der Weser und dem beliebten überregionalem Weser-Radweg weitergeführt werden und als Aushängeschild für den gesamten Kreis Höxter dienen. Mit dem Kreis und der Stadt Höxter, dem Landesbetrieb Wald und Holz und dem Naturpark Teutoburger Wald/ Eggegebirge kooperieren vier starke und erfahrene Partner, um dieses wegweisende Vorhaben für die Region umzusetzen." Landrat Dr. Axel Lehmann sagte: „In die Klimaerlebniswelt Oerlinghausen sind Touristen und Fachpublikum eingeladen, um den Klimawandel mit allen Sinnen zu erleben. Gäste können sich in Oerlinghausen inspirieren lassen, was Gesellschaft und jeder Einzelne beitragen kann, damit wir den Klimawandel begrenzen und uns an Klimafolgen anpassen.“ Herbert Weber, Geschäftsführer der OWL GmbH, betonte: „Investitionen in die Freizeit- und Tourismusinfrastruktur tragen entscheidend zur Gestaltung des UrbanLand OstWestfalenLippe bei und damit zum Erfolg der REGIONALE 2022. Sie sorgen für neue touristische Angebote, erhöhen die Aufenthalts- und Lebensqualität für Bürger und für Gäste, oft verbinden sie Stadt und Land. Sie sind Standortmarketing pur und vermitteln ein Gefühl für das UrbanLand OstWestfalenLippe. Die beiden Projekte Klimaerlebniswelt Oerlinghausen und Digital Showroom im Archäologiepark Höxter sind hervorragende Beispiele dafür.“ Foto (Bezirksregierung Detmold, Moseke): v.l.n.r. Regierungspräsidentin Judith Pirscher, Landrat Michael Stickeln (Kreis Höxter), HW, Landrat Dr. Axel Lehmann (Kreis Lippe) und Staatssekretär Christoph Dammermann (MWIDE Wirtschaftsministerium)

    Erstellt am: 22. Februar 2021

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