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Tanz, Theater, Musik, Museen, Literatur, Film und Bildende Kunst - OstWestfalenLippe hat viel Kultur zu bieten.

Das kulturelle Angebot wird möglich durch das starke Engagement von Künstlern, Kreativen und Kulturproduzenten.

Informationen von und über die verschiedenen Szenen, Ausschreibungen und Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Regionalen Kulturpolitik in OstWestfalenLippe sollen dabei helfen, sich untereinander auf dem Laufenden zu halten und Transparenz zu schaffen.

  • “Lover’s Material” in der Kunsthalle Bielefeld

    “Lover’s Material” – manchmal klar, manchmal rätselhaft, zum Teil sehr anregend, zum Teil auch abstoßend, verstörend. Die Rede ist von der aktuellen Ausstellung der Kunsthalle Bielefeld von Monica Bonvicini. Hände, die aus der Wand ragen, mit dem Titel “Grab Them by the Balls”, als Gegenstück zu Donald Trumps “Grab’em by the pussy”. Eine Art Garderobe, an der männliche Geschlechtsteile aus Glas hängen. Eine massive Kugel, bestehend aus Casio-Armbanduhren. All das sind Exponate der Ausstellung Bonvicinis. Vervollständigt wird die Sammlung durch weitere Exponate von zum Teil auch sehr bekannten Künstlern wie Wassily Kandinsky, Andy Warhol oder Gerhard Richter, der auch ein Fenster im Kölner Dom gestaltet hat. Kurz vor dem Teil-Lockdown im November hatte ich die Chance, diese lohnenswerte Ausstellung in der Kunsthalle zu besuchen. Das international geachtete Kunsthaus für moderne und zeitgenössische Kunst ist an sich schon ein Highlight. Das 1968 von Philip Johnson entworfene Gebäude, einer der bedeutendsten und modernsten Museumsbauten der Zeit, ist erst auf den zweiten Blick monumental. Der markante rote Sandstein wirkt zurückhaltend, sodass man erst direkt vor dem Gebäude die wahre Größe der Kunsthalle erkennt. Fast möchte man in die großen, hellen Räume einziehen. Zusätzlich lassen sich durch die großzügigen Räume mit Leichtigkeit Abstandsregeln einhalten. Besondere Verbundenheit zur Kunsthalle Bielefeld teilt Yoko Ono, die Witwe von John Lennon. Sie hatte bereits zwei Ausstellungen in Bielefeld. Auch lieferte sie damit ein gewichtiges Argument gegen die Bielefeld-Verschwörung, der sie nach ihrem Besuch begeistert widersprach. Ono bezeichnete die Kunsthalle als schönstes Museum der Welt. Auch schenkte sie der Kunsthalle eines ihrer Hauptwerke: “Fly”. Hierbei handelt es sich um einen kurzen Film, der auch in der aktuellen Ausstellung zu sehen ist. “Lover’s Material” lief eigentlich nur bis zum 17. Januar, wurde aber aufgrund der aktuellen Situation bis zum 21. Februar 2021 verlängert*. Dass die Kunsthalle bis zu diesem Termin noch einmal öffnet, darf stark angezweifelt werden. Sollte es allerdings zu einem späteren Zeitpunkt doch noch die Möglichkeit geben, sich diese Ausstellung anzuschauen, gibt es dafür von mir eine klare Empfehlung. Den Besuch der Ausstellung kann man dann noch im hauseigenen Café, das sehr nett das Ambiente der Kunsthalle unterstützt, ausklingen lassen. Aktuelle Informationen zur Kunsthalle, aber auch zu dieser und weiteren Ausstellung gibt es hier: https://www.kunsthalle-bielefeld.de/ *Update: Mittlerweile wurde die Ausstellung bis zum 30. Mai 2021 verlängert! Monica Bonvicini, NEVER TIRE, 2020 © Monica Bonvicini and VG Bild-Kunst, Bonn 2020 Photo: Jens Ziehe Courtesy of the Artist and König Galerie, Berlin; Galerie Peter Kilchmann, Zürich; Galleria Raffaella Cortese, Mailand; Galerie Krinzinger, Wien; Mitchell-Innes & Nash, New York

    Erstellt am: 12. Februar 2021
  • 14. OWL Kulturkonferenz

    Herzlich Willkommen auf der Anmeldungs-Seite zur 14. OWL Kulturkonferenz, die am 10. Februar 2021 digital stattfinden wird. Die 14. OWL Kulturkonferenz beschäftigt sich mit dem Thema „Transformer – neue Bedingungen im Kulturbereich“ . Die Anmeldung ist ab heute, 02.02.2021, geschlossen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das OWL Kulturbüro, Tel. 0521-96733-283, Inhalte der Workshops Workshop 1: Alle sind Host – Transformation divers und inklusiv gestalten Wenn schon Alles in Bewegung und Veränderung ist, dann sollten auch Alle mitdenken und mitsprechen. Wie können partizipative Prozesse wirklich gelingen? In diesem Workshop werden die Themen der Tagung mit künstlerischen Mitteln erschlossen und bearbeitet. Nebenbei zeigt die (Zoom)-Session, wie kreative Interaktion und künstlerisches Arbeiten online gestaltet werden kann. Referent:innen: Matthias Gräßlin und Nicole Zielke (Volxakademie für inklusive Kultur), Stephan Wieners (Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben OWL) Workshop 2: Analog-Digital-Konverter OWL Plötzlich waren alle Bühnen leer und alle Türen geschlossen. Die Corona-Krise raubte nicht nur dem Publikum den Live-Moment, sondern auch Künstler>:innen und Veranstalter:innen die Erträge. Drums´n´Percussion Paderborn stand ebenfalls im Frühjahr 2020 vor diesem Themenkomplex. Kurzerhand wurde ein digitales Konzept für die Veranstaltungsreihe entwickelt und im Mai 2020 umgesetzt. Der Organisator von Drums´n´Percussion Paderborn und Studioproduzent, Uli Frost, wird anhand der Erfahrungswerte Themen erläutern, welche im Vorfeld einer Digitalveranstaltung technisch und rechtlich geklärt sein sollten. Dabei werden unter anderem die audio-visuelle Umsetzung, die Monetarisierung der digitalen Kultur und die urheberrechtlichen Aspekte beim Streaming erläutert. Zudem werden die Erfahrungswerte bei der Umsetzung der analogen Veranstaltung unter Berücksichtigung einer ständig ändernden CoronaschutzVO vermittelt. Referent: Uli Frost, Organisator und Initiator von Drums´n´Percussion Paderborn, welches 2020 sowohl analog als auch digital stattfand Workshop 3: Workshop Kultur und Journalismus in Zeiten der Corona-Krise Lokaler und regionaler Kulturjournalismus ist in normalen Zeiten zumeist von einer kritisch-solidarischen Grundhaltung gegenüber Künstler:innen und Kulturmacher:innen geprägt. Verändert die Corona-Krise diese Haltung? Ist es Aufgabe eines regionalen Medienhauses, nun die Kultur vor allem zu stützen? Wie kann Kulturberichterstattung aussehen, wenn die Kultur weitgehend im Lockdown ist? Was erwarten Kulturakteure von einem Medienhaus wie der Neuen Westfälischen samt ihren Partnern Haller Kreisblatt, Lippische Landes-Zeitung und Mindener Tageblatt? Was erwarten umgekehrt Journalist:innen von der Kulturszene? Diesen und weiteren Fragen möchte Stefan Brams, Leiter der Kulturredaktion der Neuen Westfälischen, in einer offenen Austauschrunde nachgehen. Moderation: Stefan Brams, Leiter der Kulturredaktion der Neuen Westfälischen Tageszeitung Workshop 4: OWL Live – Die Kulturplattform für OstWestfalenLippe Seit einem Jahr entwickelt das OWL Kulturbüro zusammen mit Wissenschaftlern der Universität Paderborn und Informatiker:innen des aXon GmbH eine smarte Software, die das kulturelle Angebot der Region gebündelt sichtbar machen wird. Die partizipative Konzipierung der Plattform begann sogar schon 2017. Endlich sind erste Ergebnisse sichtbar. In diesem Workshop werden einzelne Features der Plattform vorgestellt und dürfen sogar ausprobiert werden. Referent:innen: Ariane Schmitt-Chandon (OWL Kulturbüro), Clara Kiau und Marvin Kubiak (Agentur neues handeln AG) Workshop 5: Kollaboration als Organisationsform – Organisationstrukturen/-kulturen sensibel verändern Wie können sich Kulturinstitutionen in Zukunft aufstellen, um gesellschaftliche Transformationsprozesse konstruktiv mitzugestalten? Wie lassen sich für den Kultursektor neue Governance-Modelle erproben? Was bedeutet in diesen Zusammenhängen „New Leadership“? Diese und weitere Fragen werden in diesem Workshop von einer erfahrenen Kulturmanagerin erörtert und zur Diskussion gestellt Referentin: Jasmin Vogel, Leiterin des Kulturforums Witten Workshop 6: Kultur-Solidarität zu barer Münze umwandeln – „Paderborner Kultur-Soli“ Bis heute hat der Paderborner Kultur-Soli, eine im März 2020 gegründete private Initiative, weit mehr als 115.000 € zugunsten von Kulturschaffenden gesammelt. Wie ist es gelungen, in Windeseile eine echte „Marke“ aufzubauen, wie funktioniert Crowdfunding und wohin geht die Reise nach Corona? Darüber spricht Referent Olaf Menne und gibt wertvolle und praktische Tipps. Im Workshop-Teil werden Idee und Umsetzung analysiert und gemeinsam weiterentwickelt und praktische Visionen und konkrete Konzepte für andere Städte/Bereiche besprochen. Referent: Olaf Menne, Inhaber der Booking-Agentur „Lautstrom“ und Mitgründer des „Paderborner Kultur-Soli“ Veranstalter: In Kooperation mit: Veranstaltungspartner: Regionaler Kooperationspartner: Das OWL Kulturbüro wird gefördert von:

    Erstellt am: 16. Dezember 2020
  • "Der Räuber Hotzenplotz", Familienstück zur Weihnachtszeit, Theater Bielefeld

    Copyright: Joseph Ruben Schon seit Jahrzehnten gehört das Weihnachtsmärchen vom Theater Bielefeld zur festen Tradition am Ende des Jahres. Viele Familien fiebern schon lange darauf hin. Nicht nur Kinder gehören zu den regelmäßigen Besuchern, auch Erwachsene erfreuen sich an dem jährlichen Ausflug in eine fantastische Welt. So war auch in diesem Jahr ein Familienstück zur Weihnachtszeit geplant, “Der Räuber Hotzenplotz” stand auf dem Programm. Es war schon auf die aktuelle Situation reagiert worden: Gleich zwei Ensembles standen bereit, um vor halb so viel (oder noch weniger) Publikum doppelt so oft spielen zu können, damit trotzdem möglichst viele Zuschauer dabei sein können. Nun kam es doch anders: Kurz vor der Premiere wurden die Theater wieder auf unbestimmte Zeit geschlossen. Was nun? Man konnte doch nicht die ganzen Kinder und Erwachsenen enttäuschen. Das dachte sich auch das Theater und entschied sich, die Premiere im Internet zu streamen. Gemeinsam mit Radio Bielefeld sowie der Aktion Lichtblicke und unterstützt von der Sparkasse Bielefeld wurde “Der Räuber Hotzenplotz” doch noch öffentlich gezeigt. Das Interesse an dieser tollen Aktion war sogar so groß, dass die Verbindung anfangs wegen Überlastung zusammenbrach, und viele erst später einschalten konnten. Immerhin war der Stream noch 48 Stunden nach Ausstrahlung abrufbar, sodass auch dieses Hindernis kein Problem darstellte. Passend zum 1. Advent war “Der Räuber Hotzenplotz” dann erneut auf der Seite von Radio Bielefeld zu sehen. Die Schauspieler gaben, trotz des leeren Zuschauerraums, ihr Bestes und sorgten für ein gelungenes, vorweihnachtliches Theatererlebnis zuhause vor den Bildschirmen. Immer wieder wurde zwischendurch gesungen, die Schauspieler entwickelten untereinander eine wirkliche Spielfreude. Normalerweise zeichnen sich die Weihnachtsstücke auch durch eine Interaktivität zwischen den Schauspielern und den zuschauenden Kindern aus. Dies war in diesem Jahr natürlich nicht möglich. Daher stellte das Theater Bielefeld den Text und die Noten des letzten Liedes zum Download zur Verfügung, damit am Ende alle zusammen singen konnten. Und so konnte doch noch eine Bielefelder Weihnachtstradition in diesem so speziellen Jahr gerettet werden. Weitere Informationen: https://theater-bielefeld.de/veranstaltung/der-raeuber-hotzenplotz.html

    Erstellt am: 14. Dezember 2020
  • Kulturgeschichte in Höxter

    Das koptische Kloster in Höxter-Brenkhausen Zu Beginn des Ausflugs habe ich einen kurzen Abstecher in die Abtei Marienmünster gemacht. Das fast 1000 Jahre alte Kloster bietet heutzutage auch viele Kulturveranstaltungen an, so fand hier sogar die letzte OWL Kulturkonferenz statt. Ein Besuch des Klosters lohnt, abgesehen vom kulturellen Angebot, auch wegen der interessanten Architektur und der gepflegten Anlage, die gerade im Herbst sehr romantisch anmutet. Mehr Infos zur Abtei Marienmünster: https://kulturstiftung-marienmuenster.de/ Mein Weg führte mich weiter zum eigentlichen Ziel meines Ausflugs: Das koptische Kloster in Höxter-Brenkhausen (vollständiger Name: Koptisch-Orthodoxes Kloster der Hl. Jungfrau Maria und des Hl. Mauritius). Eingebettet in die schöne Landschaft liegt das Kloster mitten im Ortskern des kleinen, aber feinen Brenkhausen. Im Jahr 1993 übernahm die koptische Gemeinde das Klostergebäude als Ruine, um es anschließend in einem beispielhaften Prozess unter Einhaltung der Denkmalschutzverordnung mit alten Bautechniken wieder herzurichten. Heute ist neben dem Klosterbetrieb eine Kultur- und Begegnungsstätte eingerichtet worden. Das Kloster steht allen Besuchern offen, es sind verschiedene Ausstellungen zu erkunden. So wird neben Bibel-, Holzfiguren- und Kreuzausstellungen ganz aktuell ein ägyptisches Museum eingerichtet. Bischof Anba Damian, der Leiter des Kloster, ist als Generalbischof der Ansprechpartner für alle Kopten in Deutschland. Daneben setzt er sich sehr für die Ökumene ein, beispielsweise teilt sich das Kloster das Grundstück mit einer katholischen Kirche – und das problemlos. Doch auch über Religionsgrenzen hinweg sucht er den Kontakt mit jüdischen und islamischen Organisationen und Gemeinden. Bischof Anba Damian (rechts) im Refektorium des Klosters. Aktuell leben auch noch Mönche im Kloster. Regelmäßig finden Gottesdienste statt, aber auch vielfältige Kulturveranstaltungen, die weit über die Region hinaus Bedeutung haben. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, die Räumlichkeiten für Konferenzen oder weitere Veranstaltungen zu nutzen. Übernachtungen sind im Kloster oder im zugehörigen Gästehaus möglich, in dem es ein sehr schönes Restaurant gibt. Dort wird Integration gelebt: Unter anderem kommen die Köche aus Griechenland, Deutschland, dem Iran oder dem Irak, Aushilfen aus Syrien. Die Lebensmittel stammen aus der Region. Ein Vorzeigeprojekt. So hat es sich schnell zum Treffpunkt für ganz Brenkhausen entwickelt. Doch nicht nur dort spürt man die ägyptische Gastfreundschaft. Das ganze Kloster ist ein Begegnungspunkt für Kultur und der Kulturen, ein Vermittlungsort zwischen Orient und Okzident, Morgenland und Abendland. Weitere Informationen zum koptisch-orthodoxen Kloster Höxter-Brenkhausen: https://www.koptisches-kloster-brenkhausen.com/ Der Raum Höxter ist ein besonderer Ort, wenn es um Klöster geht. Ebenfalls ganz nah liegt das Kloster Corvey, immerhin UNESCO-Weltkulturerbe, nur um noch ein Beispiel zu geben. In dieser Region von OWL kann man Kulturgeschichte erleben, begreifen, anfassen, empfinden.

    Erstellt am: 17. November 2020
  • "Leben am Toten Meer — Archäologie aus dem Heiligen Land"

    Plakat zur Sonderausstellung "Leben am Toten Meer - Archäologie aus dem Heiligen Land" (Grafik: LWL) Bis zum 15. November 2020 zeigt das LWL Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn die Sonderausstellung “Leben am Toten Meer — Archäologie aus dem Heiligen Land”. Diese Ausstellung ist die erste ihrer Art. Nach einem geologischen und geografischen Einstieg widmet sich die Ausstellung in verschiedenen thematischen Bereichen den Fundstücken aus der Gegend des Toten Meeres. So wird unter anderem auf die Grabungsgeschichte eingegangen, aber auch den Handel, den Städtebau oder die Kosmetik der Menschen der Antike — alles durch spannende Exponate (zum Teil Originalstücke, zum Teil Repliken) belegt. Neben Kämmen, Waffen, Alltagsgegenständen, Kleidung und noch vielem mehr (teilweise bis zu 8000 Jahre alt) sind auch sehr schöne und anschauliche Modelle zu sehen, die einen Einblick in das Leben zu früheren Zeiten geben. An einigen Ausstellungsstücken bieten Bilder und Karten, die herausgezogen werden können, noch tiefer gehende Informationen. Auch gibt es einige interaktive Momente; so kann man beispielsweise an Balsam riechen. Der Duft existiert heute eigentlich nicht mehr und wurde extra für die Ausstellung rekonstruiert. Durch die thematische Unterteilung kann man sich sehr gut in der Ausstellung orientieren, ohne überfordert zu werden. Der Rundgang führt dann noch durch die Dauerausstellung, die ebenfalls einen Besuch wert ist. Hier ist die Paderborner Stadtgeschichte aufgearbeitet, die zwar vom Alter her nicht mit den Ausstellungsstücken der Sonderausstellung mithalten kann, aber deswegen nicht weniger interessant ist. Auch hier gibt es wieder einige Möglichkeiten, die Ausstellung interaktiv zu erleben. Das Gebäude an sich darf auch nicht unerwähnt bleiben. Das Museum befindet sich in einem Nachbau der Kaiserpfalz von Heinrich II. aus dem 11. Jahrhundert. Teile der Mauern sind noch im heutigen Museum zu erkennen. Auch heute wirkt das überwiegend rekonstruierte Gebäude noch beeindruckend. Direkt neben dem Museum befinden sich auch noch die Grundmauern der Kaiserpfalz von Karl dem Großen aus dem 8. Jahrhundert. Ein Besuch des Museums lässt sich sehr gut mit einem Ausflug nach Paderborn verbinden. Es liegt zentral in der interessanten Innenstadt, direkt neben dem Dom. Fußläufig sind weitere Museen und die Altstadt zu erreichen. Weitere Informationen: https://www.kaiserpfalz-paderborn.de/de/ Das Hygienekonzept ist gut durchdacht und besteht unter anderem aus einem Rundgang im Einbahnstraßensystem und begleitenden Büchern, die statt Audioguides verteilt werden und die nach Rückgabe in eine Art Quarantäne kommen. Eine faszinierende Ausstellung, die einen näher zu den Menschen bringt, die vor tausenden Jahren gelebt haben. Am Ende stellen wir fest, dass wir uns in unserer Lebensweise gar nicht so von den antiken Menschen unterscheiden — weder zu früheren Zeiten, noch heute. Letztendlich sind wir alle Menschen, egal wo wir herkommen oder wann wir gelebt haben.

    Erstellt am: 27. Oktober 2020