Wirtschaftsdialog im Kreis Gütersloh: Fit durch die Digitalisierung: Resilienz als Erfolgskonzept am 16. Dezember 2020

Im Rahmen der „Digitalen Fitnesswoche“ der pro Wirtschaft GT GmbH fand der Wirtschaftsdialog mit dem Titel „Fit durch die Digitalisierung: Resilienz als Erfolgskonzept“ statt. Der Einladung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL folgten rund 30 Personalverantwortliche und Interessierte aus kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Region.

Erhöht die Digitalisierung die Krisenanfälligkeit von Unternehmen oder wird die Krisenfestigkeit verstärkt? Wie können Unternehmen ihre organisationale Resilienz entwickeln und die eigenen Führungskräfte vor Belastungen zu schützen? Zu diesen Fragen fand die Referentin Zuzana Blazek, Senior Researcherin am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, die passenden Antworten.

Zuzana Blazek ging zunächst darauf ein, was Resilienz bedeutet und was resiliente Menschen charakterisiert. Resilient ist man, wenn man mit Belastungen und Krisen wirkungsvoll umgehen kann und eine Widerstandskraft in schwierigen Phasen besitzt. Man kann auf innere Ressourcen zurückgreifen und reagiert „situationselastisch“. Resilienz besteht aus sieben Säulen. Die einzelnen Säulen bestehen aus: Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, Selbststeuerung, Verantwortung übernehmen, sowie Netzwerkorientierung und Zukunftsplanung.

Doch was bedeutet das für Unternehmen? Resilienz ist eine bestimmte Strategie im Umgang mit Schwierigkeiten. Sie ist für alle Altersgruppen trainierbar. Resiliente Mitarbeiter sind ein wichtiger Baustein für ein gesundes Unternehmen. Für Betriebe ist die Resilienz in einem Dreiklang aus zu der individuellen Resilienz, der Teamentwicklung und der organisationalen Resilienz zu verstehen. Unternehmen sind dann resilient, wenn sie Teams und Beschäftigten förderliche Bedingungen zum resilienten Verhalten bieten.

Es gibt vier Charakteristika, die resiliente Teams auszeichnen. Ein gesundes Team besitzt die Einstellung, dass alle Aufgaben gemeinsam gemeistert werden können. Klare Ziele und ein gemeinsames Rollenverständnis gehören ebenfalls dazu. Die Fähigkeit zu improvisieren und das gegenseitige Vertrauen sowie die Sicherheit sind essentiell.

Den Wirtschaftsdialog rundete eine Diskussion zwischen Zuzana Blazek, Dr. Marita Reinkemeier (prowi GT), Tabea Mälzer (Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL) sowie Stefan Freise (Geschäftsführer der code-x GmbH, Paderborn) ab. Die Fragen wurden dabei zunächst an Stefan Freise gerichtet, der in dem Wirtschaftsdialog als Beispiel der guten Praxis aufgetreten ist. Herr Freise berichtete, dass es seinem Team sehr geholfen hat gemeinsame Ziele und Werte festzulegen. Er sieht sich in dieser Beziehung als Mentor oder Coach. Das alles schafft Vertrauen und Sicherheit und somit eine Umgebung, in der sich die Mitarbeitenden individueller entfalten können, aber auch vor Belastungen geschützt werden.

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