Veranstaltung im Kreis Lippe: Innovative Führungs- und Arbeitsmodelle – Chancen der Digitalisierung für weibliche Fachkräfte

Wie gut sind kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich der Digitalisierung aufgestellt? Welche Chancen werden den weiblichen Fachkräften ermöglicht? Entstehen durch die Digitalisierung neue Arbeits- und Führungsmodelle und sind diese bereits im Einsatz?

Diese und noch weitere Fragen wurden am 09.10.2018 bei der Veranstaltung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL im Gilde-Zentrum intensiv besprochen und diskutiert. Rund 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind der Einladung „Innovative Führungs- und Arbeitsmodelle – Chancen der Digitalisierung für weibliche Fachkräfte“ gefolgt.

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Unternehmen und Institutionen machen eigene Erfahrungen mit den Neuheiten und Veränderungen. Ziel der Veranstaltung war es ausgewählte Bereiche der Digitalisierung zu diskutieren.

Folgende Themen wurden bearbeitet:

  • Wo ist die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen bereits spürbar?
  • Welche Chancen und Risiken ergeben sich aus der zunehmenden Digitalisierung für Ihr Unternehmen?
  • Welche Vorteile und Chancen kann Digitalisierung für weibliche Fachkräfte in Ihrem Unternehmen bieten?
  • Welche Hürden müssen dafür abgebaut werden?
  • Welche innovativen Arbeits- und Führungsmodelle kennen Sie / kommen in Ihrem Unternehmen bereits zum Einsatz?
  • Welche Hürden müssen für die Einführung der Modelle überwunden werden?

Nach einer Begrüßung von Tabea Mälzer und einführenden Worten durch Nicole Krüger, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Lippe, startete der Workshop.

Geleitet und vorbereitet wurde der Workshop von Nicole van Lieshaut. Nicole van Lieshaut ist als Referentin für die Prospektiv Gesellschaft für betriebliche Zukunftsgestaltung mbH tätig. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören die Themen: Demografischer Wandel, Arbeitsorganisation und -gestaltung, Diversity Management und Vielfalt, Wissensmanagement, Arbeitgeberattraktivität, Arbeitszeit und Förderung und Erhalt psychischer Gesundheit in Unternehmen.

Im Anschluss an eine kleine Vorstellung ihrerseits, wurde thematisch mit einem Impulsvortrag und mit der Vorstellung der Teilnehmerinnen und Teilnehmern gestartet. Nach der Vorstellungsrunde und einer eigenen Einschätzung der Fortschritte im Bereich der Digitalisierung wurde deutlich, dass es von Vorteil sein kann, nach links und rechts zu schauen um zu sehen, welche Fortschritte andere Unternehmen und Institutionen machen.

Auf den Impulsvortrag folgte der Workshop. In Form eines World-Cafés tauschten sich drei Gruppen untereinander aus und erarbeiteten sich so die Antworten auf die aufgeführten Fragen.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass die Digitalisierung viele Chancen bietet, die sich positiv auf die Position der weiblichen Fachkräfte auswirken – ebenso auf die Arbeits- und Führungsmodelle. Die Unternehmen und Institutionen sind in den Bereichen Online Services für MitarbeiterInnen und Externe schon gut aufgestellt. Die Chancen der Digitalisierung decken sich mit den Chancen für die weiblichen Fachkräfte und mit den innovativen Arbeits- und Führungsmodellen. Dazu zählen z.B. flexibles und individuelles Arbeiten sowie Homeoffice oder Job-Sharing, bei dem sich zwei Mitarbeiterinnen in Führung eine Stelle teilen können. Weiterbildungen und Qualifikationen können online gestaltet werden, sodass für weibliche Beschäftigte während einer Elternzeit o.ä. die Möglichkeiten geboten werden, sich weiterzubilden und zu qualifizieren. Diese Maßnahmen wirken sich positiv auf das Unternehmensimage aus und machen es für zukünftige Fach- und Führungskräfte attraktiv.

Im Rahmen der Digitalisierung werden Datenschutz und die Abhängigkeit von der Technik als die größten Risiken gesehen. Auch die mangelnde Kommunikation kann durch das mobile Arbeiten oder Homeoffice noch verstärkt werden. Die Risiken für die weiblichen Fachkräfte gehen zum Teil mit den Risiken der Arbeits- und Führungsmodelle einher. Mehrere Teilnehmende merkten an, dass die Haltung gegenüber weiblichen Fach- und Führungskräften sich ändern sollte. Denn weibliche Beschäftigte haben immer noch mit Vorurteilen und starren Hierarchien zu kämpfen. Rückblickend ist festzustellen, dass trotz vieler Veränderungen weiterhin ein Entwicklungsbedarf rund um das Thema Digitalisierung besteht. Dennoch wurden schon viele positive Prozesse umgesetzt und die Unternehmen und Institutionen im Kreis Lippe stellen sich mit großer Motivation diesen Herausforderungen.

VA 09 10 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


v.l.: Nicole van Lieshaut, Prospektiv Gesellschaft für betriebliche Zukunftsgestaltungen mbH | Silke Quentmeier, FAIR – Frau und Arbeit in der Region |
Nicole Krüger, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Lippe | Tabea Mälzer, Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL
Bildrechte: Tabea Mälzer

 

 

 

 

Kontakt Kompetenzzentrum Frau und Beruf

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