Online-Seminar: Veränderte Arbeitsorganisation unter Corona – Unternehmensaustausch zu Herausforderungen, Erfahrungen & Lösungsansätzen am 13. April 2021

Die Coronapandemie bedeutet oftmals große Umwälzungen in der Arbeitsorganisation kleiner und mittelständischer Unternehmen. Vielfach mussten und müssen Arbeitsabläufe verändert sowie Arbeitszeit und Arbeitsort flexibilisiert werden. Zugleich erfordert die erschwerte Vereinbarkeit von Beruf und Familie adäquate Lösungen für die Belegschaft. Dies betrifft besonders weibliche Beschäftigte als oftmals Hauptverantwortliche von Careaufgaben.

Die mit dem veränderten Arbeiten unter Corona zusammenhängenden Herausforderungen, Erfahrungen und Lösungsansätze waren Thema des Online-Seminars am 13. April 2021. Moderiert aus dem Kreis Minden-Lübbecke, standen dabei Praxiserfahrungen und der ausführliche Austausch der etwa 20 teilnehmenden Unternehmen im Fokus.

Begonnen wurde das Seminar mit einem Einblick in die Praxis durch Thomas Klettke, Produktionsleiter bei der Schulte Innenausbau GmbH in Bad Oeynhausen. Vor Beginn der Pandemie waren im Unternehmen nur eine geringfügige Nutzung digitaler Tools und eine große Anzahl von Präsenzterminen die Regel. Nach einem kurzen „Lockdown-Schock“ wurde in allen Bereichen des Unternehmens bis auf die Produktion der Umstieg auf digitale Lösungen vorangetrieben. Die größte Herausforderung hierbei war die Erweiterung der bestehenden digitalen Infrastruktur. In der akuten Umbruchphase fanden Aspekte zum Arbeitsschutz, zur Erreichbarkeit oder zum Datenschutz kaum Berücksichtigung. Im Laufe der Pandemie wurden diese aber in Abstimmung zwischen Geschäftsleitung und Belegschaft angepasst und festgeschrieben.

Inzwischen hat sich im Unternehmen ein hybrides Modell mit Präsenzzeiten im Büro und Zeiten im Homeoffice etabliert. Als unabdingbare Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung dieser Arbeitsweise sieht Thomas Klettke eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Unternehmen an. Weitere wichtige Aspekte sind eine adäquate Infrastruktur, klar strukturierte Arbeitsabläufe und eine Abkehr von der Präsenz- hin zur Ergebniskultur.

Anschließend wurden in Kleingruppen verschiedene Gesichtspunkte zum „Arbeiten unter Corona“ diskutiert und zum Abschluss des Seminars in großer Runde vorgestellt. Dabei zeigte sich die Vielfältigkeit der Aspekte rund um das Thema. Angesprochen wurde unter anderem die Notwendigkeit einer aktiven Befähigung der Mitarbeitenden im Umgang mit der neuen Arbeitssituation, um Überforderungen zu verhindern. Als erfolgsbringendes Mittel für einen besseren persönlichen Kontakt und Zusammenhalt im Team wurden regelmäßige digitale Frühstücks-, Mittags- oder Kaffeepausen angeregt. Diskutiert wurden auch die Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Nutzung von Schnelltests im Unternehmen. Abschließend wurde aus der Praxis berichtet, dass auch Beschäftigte, deren Tätigkeit die Präsenz am Arbeitsplatz erfordert, zumindest die administrativen Teile ihrer Aufgaben im Homeoffice erledigen können.

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