Online-Seminar: Neue Normalität – Chancen und Grenzen familienorientierter Personalpolitik am 27. Juli 2020

Unserer Einladung zum Online-Seminar „Neue Normalität – Chancen und Grenzen familienorientierter Personalpolitik“ folgten Ende Juli 30 Personalverantwortliche und Führungskräfte aus Unternehmen sowie Interessierte aus Institutionen aus fast allen Regionen OstWestfalen-Lippes.

Wie wichtig gute Konzepte zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind, hat sich in den letzten Monaten gezeigt, sie aber gleichzeitig einem regelrechten Stresstest unterzogen. Viele Unternehmen und Mitarbeitende wurden teilweise dazu gezwungen, neue Wege zu gehen: Homeoffice/Mobiles Arbeiten, ungewöhnliche Schichtsysteme (auch für Bürobeschäftigte) oder Video-Konferenzen waren und sind aktuell jedoch eher improvisierte Ad-hoc-Lösungen, die den Betrieb halbwegs aufrechterhalten. Sie bergen aber auch ein großes Potenzial, die Arbeitswelt zukunftsfähig zu gestalten und die Digitalisierung als Chance zu nutzen.

Referentin Christiane Flüter-Hoffmann (Senior Researcher, Projektleiterin ‚Betriebliche Personalpolitik‘ | Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.) informierte zunächst über die neuen Formen der Kommunikation und Kooperation und die aktuellen Entwicklungen im Vergleich zu Zeiten vor der Pandemie. Die Einstellung zur Digitalisierung hat sich verbessert; der Nutzen ist stärker erkennbar geworden. Viele Unternehmen werden künftig genauer prüfen, ob Dienstreisen für eine Besprechung notwendig sind, oder ob sie virtuell durchgeführt werden können.
Sie wies kurz auf unterschiedliche Tools hin und fasste die Erfolgsfaktoren der internen Kommunikation – vor allem in virtueller Umgebung – zusammen.

Danach ging Christiane Flüter-Hoffmann auf die zahlreichen Modelle der Arbeitszeitflexibilisierung ein, die aktuell und sehr wahrscheinlich auch weiterhin in den Firmen umgesetzt werden. Dazu zählen in erster Linie Mobiles Arbeiten oder Homeoffice  – häufig in Kombination mit Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit, Ausweitung der Rahmenarbeitszeiten oder ganz individuell vereinbarten Arbeitszeiten.

Besonderes Interesse bei den Teilnehmenden herrschte bei den Gestaltungsbereichen einer flexiblen, familienbewussten und ergonomischen Schichtplangestaltung. In der aktuellen Situation wird in vielen Firmen nach wie vor in strikt getrennten Schicht-Teams – teilweise auch im Büro – gearbeitet, um den Betrieb im Fall einer Infektion aufrecht erhalten zu können.

Ein besonderer Fokus lag darauf, welche Bedeutung familienorientierte Personalpolitik in diesen Zeiten für weibliche Fach- und Führungskräfte hat. Der coronabedingte Digitalisierungsschub könnte für viele weibliche Fach- und Führungskräfte eine bessere Vereinbarkeit mit sich bringen. Die Akzeptanz für das Homeoffice ist gewachsen und gute Erfahrungen damit können dazu führen, dass bisherige Schwächen dieser Arbeitsform abgemildert werden. Die Anzahl der Geschäftsreisen könnte sich verringern, weil sie durch Videokonferenzen ersetzt werden. Referentin Flüter-Hoffmann macht in diesem Zusammenhang aber auch auf die Gefahr aufmerksam: „Teilzeit und Homeoffice können die Sichtbarkeit und Wahrnehmbarkeit der Leistungen und des Erfolgs möglicherweise verringern. Daher ist es umso wichtiger, Ergebnisse und Erfolge zu kommunizieren und nicht immer nur hoffen, dass es schon auffallen wird, wie gut die Arbeit ist.“

Die Teilnehmenden nutzten die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und Einschätzungen, aber auch Fragen im Chat zu veröffentlichen. Frau Flüter-Hoffmann ging am Ende jedes Themenblocks auf die Beiträge ein und beantwortete offene Fragen.

Das Webinar wurde moderiert von der für den Kreis Herford zuständigen Kollegin Meike Stühmeyer-Freese.

Online Seminar Neue Normalitaet 27.07.2020














v. l.: Christiane Flüter-Hoffmann | Projektleiterin ‚Betriebliche Personalpolitik‘| Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. und Meike Stühmeyer-Freese | Kompetenzzentrum Frau und Beruf | OWL GmbH
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