Online-Seminar: Motivierte, erfolgreiche und eigenverantwortliche Zusammenarbeit in der Pflege am 16. März 2021

Welche konkreten Optionen gibt es, um die Motivation, Eigeninitiative und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden in der Pflege zu erhalten und zu steigern? Und wie lässt sich ein Zusammengehörigkeitsgefühl im Team aufbauen und bewahren?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Online-Seminars für kleine und mittelständische Unternehmen der Pflegebranche aus dem Kreis Minden-Lübbecke und der Region OWL. Der Referent Dr. Christian Lummer  - Experte für Kommunikation, Führung und Teamentwicklung in der Gesundheits- und Altenhilfe  - präsentierte den rund 30 Teilnehmenden einen Werkzeugkasten voller Instrumente zur erfolgreichen Zusammenarbeit.
Diesen unterteilte er in die Schubladen individuelle Begleitung und Förderung der Mitarbeitenden einerseits und teambezogene Werkzeuge andererseits.

Zu Beginn des Vortrags machte der Referent deutlich, dass Geld nicht der entscheidende Hebel für eine hohe Arbeitsmotivation ist (ohne dabei die Bedeutung einer angemessenen Bezahlung in der Pflegebranche negieren zu wollen). Viel entscheidendere Treiber bei der täglichen Arbeit sind Lob, Anerkennung und eine gute wie verlässliche Zusammenarbeit im Team.
Für die individuelle Begleitung und Förderung der zumeist weiblichen Beschäftigten betonte Christian Lummer die Bedeutung eines jährlichen Mitarbeitendengespräches durch die Führungskraft. In einem angemessenen zeitlichen Rahmen geht es um ein wechselseitiges Feedback zur Reflexion der vergangenen Arbeitsperiode. Angesprochen werden sollten Aspekte zur Arbeits(un)zufriedenheit, die Rolle im Team und Entwicklungsmöglichkeiten. Es geht besonders auch um die Ansprache jener Aspekte, für die im Alltag kein oder zu wenig Platz ist.

Bei älteren Beschäftigten ab etwa 55 Jahren sollte im Mitarbeitendengespräch der Bedarf an Gesundheitsförderung proaktiv angesprochen werden, um eine Erwerbstätigkeit bis zum Rentenalter bestmöglich zu unterstützen. Zudem kann geklärt werden, ob die Zeit bis zum Ruhestand durch langsames Ausgleiten aus der Arbeit oder entgegengesetzt durch neues berufliches Durchstarten geprägt sein soll, bspw. durch veränderte Anforderungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Solchermaßen gestaltete Mitarbeitendengespräche vermeiden Über- bzw. Unterforderungen bei den Beschäftigten und unterstützen sie im besonderen Maße.

Bei den teambezogenen Werkzeugen ist es aus Sicht des Referenten besonders wichtig zu erkennen, dass eine erfolgreiche, möglichst reibungslose Arbeit im Team kein Selbstläufer ist. Daher sollte die Teamarbeit regelmäßig bewusst in den Mittelpunkt gestellt, Herausforderungen reflektiert und gemeinsam besprochen werden. Ein gutes Instrument liegt in einer gemeinsamen Erarbeitung von Regeln, die für alle im Team gelten, z.B.: „Wir nehmen jede Meinung ernst und lassen jeden ausreden“ oder „Wir stärken uns gegenseitig den Rücken und geben uns positives Feedback“.

Zusammenfassend betonte Christian Lummer am Ende des Seminars, dass durch eine Kultur des Vertrauens und der Wertschätzung eine gut gelingende, langjährige Bindung der eigenen Mitarbeitenden möglich ist.

Christian Lummer BeratungTraining

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Christian Lummer | Beratung & Training
Bildrechte: Dr. Christian Lummer

Kontakt Kompetenzzentrum Frau und Beruf

OWL Kompetenzzentrum Frau und BerufOstWestfalenLippe GmbH | Kompetenzzentrum Frau und Beruf OstWestfalenLippe

Turnerstraße 5 - 9 | 33602 Bielefeld | Tel.: 0521 96733-291 | Fax: 0521 96733-19 | E-Mail

 kfb competentia
 
AK MWHKBG 50
 kfb_efre