Online-Seminar: Generation Z: So gelingt die Kommunikation am 24. September 2020

Am 24. September folgten rund 40 Interessierte aus kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Region der Einladung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL zu dem Online-Seminar „Generation Z: So gelingt die Kommunikation“.

Die Referentinnen Simone Bull und Martina Schwenk von der Arbeitgeberschmiede aus Gütersloh gingen in dem Online-Seminar darauf ein, wie man als Unternehmen die Bedürfnisse der Generation Z identifiziert und diese für das eigene Azubimarketing und -recruiting nutzen kann.

Zunächst standen die Merkmale der Generation im Mittelpunkt. Besonders die digitale Affinität zeichnet die Nachwuchskräfte aus. Zudem ist es die Generation gewohnt, vom Kindesalter an in Prozesse und Entscheidungen eingebunden zu werden und auf das eigene Verhalten direkt eine Rückmeldung oder Bestätigung zu erhalten.
Mit Blick auf die Erwerbstätigkeit fordert die Generation Z Flexibilisierung und mehr Möglichkeiten mobil und im Homeoffice zu arbeiten. Dabei wird sich eine klare Trennung von Beruf und Freizeit gewünscht. Zudem wird bei der Auswahl ihres potenziellen Arbeitgebers Wert auf ein angenehmes Arbeitsklima, eine interessante Tätigkeit, verbunden mit Sicherheit und Weiterbildungsmöglichkeiten gekegt,

Danach gingen die Referentinnen auf das mehrstufige Personalmarketing ein. Die Stufen bestehen dabei aus dem Erstkontakt via Messen oder Schulbesuchen. Danach folgt eine Berufsfelderkundung oder ein Praktikum, gefolgt von der Ausbildung oder dem dualen Studium. Hierbei wurde betont, dass es während diesen Prozessen, auch Candidate Jouney genannt, wichtig ist die Eltern im Blick zu haben und immer wieder mit einzubinden, da sie einen großen Einfluss auf die Berufswahl der Jugendlichen haben.

Damit man als Unternehmen die Ausbildungsstellen passgenau besetzen kann, ist es von Vorteil Personas zu erstellen. Diese bilden den Prototypen eines Bewerbenden ab, der perfekt auf die Stelle und zum Unternehmen passt. Dabei gilt es die Merkmale der Generation zu beachten.
Den Bewerbungsprozess sollte man an die Tätigkeiten und an die entwickelten Personas anpassen. Allgemein gilt: je einfacher die Ausbildung, desto niedriger sollte die Bewerbungsschwelle sein. Für manche Berufsfelder bieten sich z. B. Online-Formulare an.

Sind das Konzept des Azubimarketings sowie die Unternehmensmarke entwickelt, dann müssen diese noch zielgruppengerecht kommuniziert werden. Dafür können diverse Werbekanäle genutzt werden, z. B.  klassisch via Messen, Handzettel und Plakaten oder digital via Instagram, Blogs auf der Unternehmenswebsite, auf Youtube oder mit Testimonials. Von Vorteil sind auch Markenbotschafter. Das können fortgeschrittene Auszubildende sein, die auf den Social-Media-Kanälen über ihren Alltag im Unternehmen berichten. Unabhängig von dem Medium ist es wichtig, dass man als Unternehmen authentisch bleibt und das Marketing zu der Unternehmenskultur sowie -werten passt.

Möchte man als Unternehmen gezielt  Mädchen und junge Frauen von einem Ausbildungsplatz in dem Betrieb begeistern und überzeugen, dann ist eine gendersensible Sprache  - in Wort und Bild - essentiell. Interdisziplinäre Tätigkeiten haben eine positive Wirkung auf die potenziellen Bewerberinnen. Außerdem sollte aus der Stellenbeschreibung herausgehen, welchen „Sinn“ der Ausbildungsberuf hat. Einen besonderen Stellenwert haben die Vorbilder, an denen sich die weiblichen Nachwuchskräfte orientieren.

Kontakt Kompetenzzentrum Frau und Beruf

OWL Kompetenzzentrum Frau und BerufOstWestfalenLippe GmbH | Kompetenzzentrum Frau und Beruf OstWestfalenLippe

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