MINT-Talk|Online: Social-Media-Apps im Ausbildungsmarketing am 07. Oktober 2020

Am 07. Oktober 2020 fand der erste MINT-Talk | Online aus Paderborn statt, in Kooperation mit dem Kreis Paderborn, moderiert von Dr. Angela Siebert vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie lassen sich junge Menschen in der Berufsorientierung  - und besonders junge Frauen  - ansprechen, um sie für die Ausbildung im eigenen Unternehmen zu gewinnen?

Frau Simone Böhmer, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Paderborn, gab in ihrer Begrüßung einen Einblick, wie sich Ausbildungsinteressierte über mögliche Ausbildungswege informieren können. Die Kreisverwaltung legt viel Wert auf die Erhöhung des Frauenanteils im technischen Bereich. Leider hätten Fotos von Mädchen in der letzten Ausbildungskampagne nicht erreicht, Bewerberinnen für die technischen Ausbildungsmöglichkeiten zu interessieren. Deshalb nutze der Kreis die Bewerbungsgespräche, um jungen Frauen mit guten Noten in MINT-Fächern aktiv die Ausbildung als Fachinformatikerin anzubieten  - mit Erfolg  - wie Frau Böhmer berichtete.

Aber wie lassen sich Ausbildungsinteressierte finden, wenn Messen, Praktika und Schulbesuche derzeit nicht möglich sind? Frau Stefanie Sausele, Referentin des RKW Kompetenzzentrum Eschborn, stellte in ihrem praxisnahen Vortrag vor, welche Bedeutung Social Media Apps für junge Menschen haben und wie die Ansprache von Ausbildungsinteressierten in jedem Betrieb gelingen kann.

Umfragen zeigen, dass junge Leute alle Kommunikationskanäle über ihr Smartphone bedienen. Ob aktiv in sozialen Netzwerken und Kurznachrichtendiensten wie Twitter, Facebook, WhatsApp und TikTok  - so sind es vor allem Kurz-Videos, die junge Leute interessieren und konsumieren. Da auch Informationen zur Berufsorientierung über das Smartphone recherchiert und diskutiert werden, können sich Ausbildungsbetriebe und besonders KMUs aktiv über Video-Sequenzen präsentieren.

Als Praxisbeispiele stellte Stefanie Sausele unterschiedliche Unternehmensauftritte in Social-Media-Apps vor. Unabhängig vom Kanal, über den sich ein Betrieb präsentieren will, gibt es einige Aspekte im Vorfeld zu beachten:
Die (Video-)Darstellung sollte authentisch sein. Ausbildungsinteressierte benötigen eine Vorstellung von den Aufgaben, die sie in ihrer Ausbildung bzw. dem jeweiligen Berufsbild in ihrem Unternehmen erleben werden. Deshalb sei die Einbindung eines Dienstleisters zur Erstellung der Videosequenzen an sich nicht notwendig. Interessant für Ausbildungsinteressierte ist der betriebliche Umgang miteinander, der Arbeitsalltag und besonders die Menschen (Ausbildungsverantwortliche, Kolleginnen und Kollegen, derzeitige Auszubildende), denen sie im Unternehmen begegnen werden. Daher rät Stefanie Sausele dazu, Mitarbeitende und  - besonders auch weibliche  - Auszubildende in Entwurf- und Erstellung von Videosequenzen einzubinden.

Authentizität und Erfolg einer Unternehmenspräsentation für Ausbildungsinteressierte hängen nicht von technischer Raffinesse oder spannendem Drehbuch ab, betont Stefanie Sausele und zeigt das überaus erfolgreiche Video eines Glaserbetriebs. Mit dem Handy gefilmt, den Ausbilder als Akteur, die Rahmenbedingungen vom Blatt gelesen  - dieses Video motiviert alle Teilnehmenden.

Online Seminar MINT Talk

 

 

 

 

 

 


Stefanie Sausele | Referentin RKW Kompetenzzentrum | Eschborn
Dr. Angela Siebert | Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL | Paderborn
Bildrechte: OWL GmbH

 

 

 

 

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