Gründerinnenakademie OWL 2020 - erfolgreich abgeschlossen

Auf den Punkt gebracht – von der Gründungsidee zum marktfähigen Plan

Zum dritten Mal bot das Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL eine mehrtägige Schulungsveranstaltung für Frauen mit Gründergeist an. Die 5-tägige Veranstaltung, die vom 05. bis 09. Oktober online stattfand, war ein voller Erfolg. 16 motivierte Gründerinnen mit spannenden Gründungsideen nahmen an der Gründerinnenakademie teil, um sich unternehmerisches Know How anzueignen und ihr Unternehmerinnenprofil unter professioneller Anleitung zu entwickeln. Mit Unterstützung regionaler Kooperationspartner und -partnerinnen bot die Akademie intensiven und fundierten, fachlichen Input und Feedback zu den geplanten Unternehmensgründungen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Anna-Lena Lütke-Börding vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL.

Zu Beginn der Woche stellte Kathrin Teschke von der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld den Teilnehmerinnen die Grundlagen der Existenzgründung vor. Sie ging dabei sowohl auf die persönlichen, als auch auf die fachlichen Voraussetzungen einer Gründung ein und erläuterte die Wahl der passenden Rechtsform an konkreten Beispielen aus der Gruppe. Nach diesem ausführlichen Input gaben Jens Durgeloh und Andreas Marx von der deutschen Bank Antworten auf die Frage nach der richtigen Erstellung eines fundierten Geschäftsplans. Sie boten hierzu u.a. Tipps zur Berechnung des Unternehmerinnenlohns an und machten auf das Thema Altersvorsorge aufmerksam. Die Teilnehmerinnen nutzten den Input für erste eigene Berechnungen.

Am Dienstag brachte Anna Niehaus von der pro Wirtschaft Gütersloh den Jungunternehmerinnen den Aufbau und die wichtigsten Formalitäten zur Erstellung des Businessplans näher. Sie stellte hierzu nicht nur verschiedene Tabellen für den Finanzplan, sondern auch einen Leitfaden für die Erstellung des Textteils zur Verfügung. Der Businessplan ist eine wichtige Grundlage für das eigene Controlling und die Voraussetzung für eine Finanzierung.

Im Anschluss erklärte die Referentin Kirstin von Blomberg wie die Unternehmerinnen sich strategisch am Markt positionieren können und welche Vorarbeiten, wie z.B. die Analyse der Zielkundschaft und des Marktes, hierfür nötig sind. Die Zielkundenanalyse stellte sich im Laufe der Woche als eine der wichtigsten Bausteine einer erfolgreichen Unternehmensführung heraus. Denn ohne zu wissen wer und wie meine Wunschkundschaft ist, kann keine geeignete Ansprache erfolgen – kostspielige Werbemaßnahmen würden ins Leere laufen. Hierauf ging Angela Rehorst von der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld am Mittwoch in einem dreistündigen Seminar genauer ein. Die Gründerinnen beleuchteten mit ihr alle Facetten des Marketings, um später eine optimale Kundengewinnung und Kundenbindung realisieren zu können.

Am Ende des dritten Tages sorgte die Referentin Heide Liebmann für eine neue Sichtweise auf innere Blockaden und gab Tipps zur erfolgreichen Selbstvermarktung und dem richtigen Unternehmerinnen-Mindset. Es stellte sich hierbei heraus, dass viele der Gründerinnen innere Widerstände haben, die den unternehmerischen Erfolg möglicherweise verhindern könnten. Sie erhielten daher im Seminar Hilfestellung zur Auflösung dieser Widerstände.

Der Donnerstag startete mit einem ausführlichen Input zu den Themen Steuern und Buchführung. Der Referent Karsten Röhrich erklärte anschaulich, wie sich die Wahl der Rechtsform auf die Erstellung der Steuererklärung und die Buchführung auswirkt. Die Gründerinnen erfuhren zudem auf welche Fallstricke zu achten ist und erhielten Klarheit zur Einordnung ihres eigenen Unternehmens. Die Gruppe nutzte die Gelegenheit und stellte zahlreiche Fragen.

Nach einer individuellen Arbeitszeit, in der die Frauen an ihren Businessplänen und der Verfeinerung ihrer Geschäftsidee arbeiteten, machte Michaela Heinze sie mit dem heute sehr wichtigen „Social Media Marketing“ vertraut. Sie gab Einblicke in die bekanntesten Plattformen und erklärte z.B. den Unterschied zwischen der Nutzung von Instagram und Facebook für Marketingzwecke. Die Gründerinnen erhielten zudem Tipps zur Wahl und zur Nutzung einer für sie passenden Social Media Plattform.

Am Morgen unseres letzten Seminartages trainierte unsere Referentin Ute Gietzen-Wieland mit den Gründerinnen die Erstellung ihres eigenen Elevator Pitch. Hierbei mussten die Jungunternehmerinnen sich im Besonderen mit dem Nutzenversprechen und ihrer eigenen Motivation für ihr Unternehmen auseinandersetzen, um es dann innerhalb von 2-3 Minuten dem Publikum vorzustellen. Im Anschluss referierte Vera Wiehe von der WEGE Wirtschaftsförderung für Bielefeld über Netzwerke und Fördermittel. Und sie beleuchtete zusätzlich Eigenschaften und Einstellungen, die erfolgreiche Unternehmerinnen gemeinsam haben. Hierbei konnten die Gründerinnen von den langjährigen Erfahrungen und Begegnungen der Referentin mit Unternehmerinnen und Unternehmern profitieren.

Zum Abschluss stellten die Gründerinnen ihre Geschäftsideen dem Plenum und den Kooperationspartnerinnen der Gründerinnenakademie vor. Die Teilnehmerinnen hatten die Woche intensiv genutzt und an ihren Businessplänen, ihren Elevator Pitches oder allgemein an ihrer Geschäftsidee gearbeitet. Die Präsentationen der Businesspläne wiesen eine sehr hohe Qualität der Gründungsideen und der Erfassung und Nutzung der Inhalte der Seminarwoche auf. Trotz des Umstandes, dass die Gründerinnenakademie dieses Jahr online stattfand, haben die Gründerinnen sich untereinader vernetzt, unterstützt, ausgetauscht und gemeinsam unternehmerische Ideen und Lösungen entwickelt.

Der Gründergeist der Frauen war in dieser Woche deutlich zu spüren und hat die diesjährige Gründerinnenakademie zu einer sehr lebendigen Veranstaltung gemacht. Wir wünschen den Gründerinnen viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Ideen und freuen uns auf den nächsten Austausch mit Ihnen.

Gruenderinnenakademie OWL 2020Foto: OWL GmbH | Screenshot Gründerinnenakademie OWL 2020

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