Familienfreundlichkeit 4.0: Vom Gedöns zum Digitalthema - Potentiale erkennen und ausbauen

Herford, 31.01.2018. Die Digitalisierung verändert viele Bereiche der Arbeitswelt. Anpassungen in den Geschäftsmodellen und der Produktion wirken sich auch auf die Arbeitsorganisation aus. Dabei zeigt sich: Entscheidend ist oft nicht die Technik oder das Raumkonzept, durch die Zusammenarbeit geprägt wird, sondern die Haltung.

Über 40 Personalverantwortliche, Führungskräfte und Vertretungen verschiedener Institutionen folgten der Einladung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL, der Gleichstellungsstelle und der Wirtschaftsförderung des Kreises Herford und kamen zum Impulsvortrag mit Praxisbericht in das Unternehmen Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH nach Enger.

Projektmanagerin Birgit Wintermann von der Bertelsmann-Stiftung machte in ihrem Impulsvortrag klar, dass die Orientierung an den Kompetenzen und Fähigkeiten der einzelnen Beschäftigten, die auch deren private Verpflichtungen einbezieht, sich als wesentlicher Erfolgsfaktor herausgestellt hat und typischerweise gerade vom Mittelstand als fester Bestandteil der Unternehmenskultur gelebt wird.

Sowohl Zeitsouveränität durch flexible Arbeitsmodelle als auch Ortssouveränität durch mobiles Arbeiten wirken sich auf die Arbeitsorganisation aus. Freiwerdende Kapazitäten ermöglichen insbesondere weiblichen Beschäftigten den Ausbau des individuellen Arbeitszeitpotentials. Damit stellt Vereinbarkeit 4.0 die Grundvoraussetzung dar, um die digitale Transformation bewältigen zu können und dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Dr. Klaus Bockermann bestätigte das in seinem lebhaften Praxisbericht und beeindruckte mit diesen Aussagen: Die Zahl der Mitarbeitenden wurde innerhalb der letzten sechs Jahre auf 135 verdoppelt und weiteres Wachstum ist geplant. Bemerkenswert dabei ist die Tatsache, dass das Durchschnittsalter der Beschäftigten mit 36 Jahren vergleichsweise jung ist und die Quote von 48 % Mitarbeiterinnen in dieser Branche eher untypisch sind. Hier zeigt sich, dass die Personalentwicklung als zentraler Baustein der Unternehmensphilosophie wirkt. Die bessere Vereinbarkeit von Arbeit und den persönlichen Lebensumständen der Mitarbeitenden trägt in erheblichem Maße zur Motivation und Bereitschaft des gesamten Teams bei. Im Jahr 2015 wurde Bockermann Fritze als familienfreundliches Unternehmen im Kreis Herford ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde dem Unternehmen bereits zum zweiten Mal im Februar 2017 die TOP-JOB-Plakette verliehen.

Petra Biernot von der Regionalagentur OWL hatte für die Teilnehmenden noch einen wertvollen Tipp parat: „Mit den Förderprogrammen Potentialberatung werden 50% gefördert. Mit den beiden Programmen unternehmensWert:Mensch sowie unternehmensWert:Mensch plus werden je nach Betriebsgröße 80% der Kosten für externe Beraterinnen und Berater übernommen. Mit dem ESF-Förderprogramm unternehmensWert:Mensch plus fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) kleine und mittlere Unternehmen dabei, die digitale Transformation in ihrem Betrieb innovativ zu gestalten“.
Die Präsentation von Petra Biernot finden Sie hier.

Zum Bericht der Neuen Westfälischen Zeitung gelangen Sie hier.

VA 31 01 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Informierten Personalverantwortliche: (v.l.) Dr. Klaus Bockermann (Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH), Birgit Wintermann (Bertelsmann Stiftung), Simona Langenberg (Gleichstellungsbeauftragte Kreis Herford), Meike Stühmeyer-Freese (Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL), Petra Biernot (Regionalagentur OWL)

Kontakt Kompetenzzentrum Frau und Beruf

OWL Kompetenzzentrum Frau und BerufOstWestfalenLippe GmbH | Kompetenzzentrum Frau und Beruf OstWestfalenLippe

Turnerstraße 5 - 9 | 33602 Bielefeld | Tel.: 0521 96733-291 | Fax: 0521 96733-19 | E-Mail

 kfb competentia
 
AK MWHKBG 50
 kfb_efre
                             
                             
 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok