Bewerberinnenpotenzial erhöhen? So geht’s! Erfolgreich online rekrutieren bei Fa. Vogelsänger GmbH & Co. KG

Wie lassen sich Stellenanzeigen eines Unternehmens gendersensibel gestalten, um dieses als einen attraktiven Arbeitgeber für weibliche Fachkräfte darzustellen?

Diese und weitere Fragen sollten in der Veranstaltung „Bewerberinnenpotenzial erhöhen? So geht’s! Erfolgreich online rekrutieren.“ am 28. März 2019 in dem Unternehmen Vogelsänger GmbH & Co. KG beantwortet werden. Rund 35 Teilnehmende folgten der Einladung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL.

Die Veranstaltung legte den Fokus darauf, wie Stellenanzeigen mit Blick auf Layout, Bild und Text gestaltet werden können, um Bewerberinnen sowie Bewerber anzusprechen und gezielt das Bewerberinnenpotenzial zu erhöhen.
Nach einleitenden Worten seitens des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL und durch Uwe Gotzeina, Leiter der Wirtschaftsförderung des Kreises Lippe, stellte Kai Vogelsänger, Geschäftsführer Vogelsänger Studios GmbH & Co. KG, das Familienunternehmen vor. Im Anschluss gab  Anja Ritscher, Projektleitung und Beratung für das Unternehmen, einen Einblick die Recruiting-Strategien der Firma Vogelsänger, die sich speziell auf die Medienbranche bezogen.

Im Anschluss stellte Dr. Ulrich Rust, Leiter Beratung und Vertrieb der Jobware GmbH, zwei Studien  vor: Eye-Tracking und Mobile-Recruiting. Die Eye-Tracking-Studie untersuchte das  Leseverhalten der Stellenanzeigen. Die Mobile-Recruiting-Studie bezog sich gezielt auf den  Aufbau von Stellenangeboten in der mobilen Anzeige auf dem Smartphone oder Tablet. Bei der Gestaltung der Online-Anzeigen empfiehlt es sich, das Firmenlogo in dem oberen Teil der Anzeige zu platzieren. Somit ist das Logo, unabhängig von dem Format des Bildschirms, gut sichtbar.

Der Text sollte in zwei Spalten ohne Absätze unterteilt werden. Zudem darf der Text kompakt gehalten werden und nur die relevanten Aufgaben und Anforderungen beinhalten. Die Studien belegen, dass Bewerberinnen die Anzeige sehr aufmerksam und kritisch lesen. Das Bewerberinnenpotenzial kann erhöht werden, wenn wünschenswerte Voraussetzungen auch als solche deklariert werden. Frauen werden von zu vielen Anforderungen, die sie vermeidlich nicht zu 100% erfüllen, abgeschreckt. Dagegen sind Bewerber weniger selbstkritisch.
Zusätzliche Bilder sollten vom Text getrennt sein. Vorteilhaft sind Bilder, die das Unternehmen repräsentieren und möglicherweise Mitarbeiter in Aktion zeigen. Sogenannte „Stock-Images“ wirken weniger authentisch auf die Bewerberinnen und Bewerber.

Jun. Prof. Dr. Marius Wehner, Juniorprofessur für BWL an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, untersuchte in einer Studie die sprachliche Formulierungen in Stellenanzeigen. Dafür wurden Studierende befragt, wie sich die Formulierungen auf das Bewerberverhalten auswirken.
Als Ergebnis konnte festgehalten werden, dass die Anzahl und die Qualität an Bewerbungen gering ist, wenn vermehrt männlich-konnotierte Eigenschaften aufgeführt wurden. Die weiblich-konnotierten Eigenschaften erhöhen die Quantität der Bewerbungen. Bei neutral-konnotierten Eigenschaften stieg die Qualität des Bewerbungspools.

Die Wirkung von Bildern in den Stellenanzeigen wurde ebenfalls untersucht. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass Bewerberinnen und Bewerber von Bildern angesprochen werden, auf denen eine Frau und ein Mann zu sehen ist. Auch Gruppenbilder wirken ansprechend und signalisieren Diversität im Unternehmen. Wichtig ist, dass die Bilder authentisch sind und dass das Unternehmen sowie die Unternehmenswerte repräsentiert werden.
Die Bilder, auf denen beide Geschlechter abgebildet sind, erhöhen die Quantität der Bewerbungen, wohingegen Bilder mit Einzelpersonen die Quantität nicht positiv beeinflussen.

Besonders kleine und mittelständische Unternehmen, die einen nicht so hohen Bekanntheitsgrad besitzen, können über die Stellenanzeigen die Attraktivität des Unternehmens erhöhen und Bewerberinnen gezielter ansprechen.

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Foto: v.l.:  Kai Vogelsänger, Geschäftsführer Vogelsänger Studios GmbH & Co. KG | Dr. Ulrich Rust, Leiter Beratung und Vertrieb der Jobware GmbH | Tabea Mälzer, Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL | Anja Ritscher, Projektleitung und Beratung Vogelsänger Studios GmbH & Co. KG | Jun. Prof. Dr. Marius Wehner, Juniorprofessur für BWL an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf
Bildrechte: OWL GmbH

Kontakt Kompetenzzentrum Frau und Beruf

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