Betriebswirtschaftlicher Gewinn und familiärer Nutzen durch Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege bei dem Unternehmen Windmöller GmbH

Doppelbelastung der weiblichen Beschäftigten? Wie die Wirtschaft die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterstützen kann.

Diese und noch weitere Fragen wurden am 11.07.2018 bei der Veranstaltung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf OWL in dem Unternehmen Windmöller GmbH intensiv besprochen und diskutiert. Rund 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind der Einladung „Betriebswirtschaftlicher Gewinn und familiärer Nutzen durch Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ gefolgt.

Herr Gotzeina, Leiter der Wirtschaftsförderung Kreis Lippe, eröffnete die Veranstaltung mit einleitenden Worten und machte deutlich, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege dem Kreis Lippe sehr am Herzen liegt.

Es folgte eine kurze Vorstellung des Unternehmens Windmöller GmbH durch Frau Höner, Leiterin Marketing, bevor Frau Flüter-Hoffmann vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln mit ihrem Vortrag begann.

Frau Flüter-Hoffmann startete mit der Situation der Pflegenden und Pflegebedürftigen in Deutschland. Immer mehr Pflegebedürftige werden von ihren Angehörigen gepflegt. Im Jahr 2015 waren es bereits 1,38 Millionen Menschen und die „Anzahl nimmt kontinuierlich zu“.
Im nächsten Schritt bezog sich ihr Vortrag auf die Rahmenbedingungen der Gesellschaft. Es sind überwiegend weibliche Beschäftigte, die die Pflege- und Sorgeaufgaben in den Familien übernehmen.
Oft müssen sie den Spagat zwischen einer dreifachen Belastung schaffen, sofern noch Kinder auf Unterstützung und Hilfe angewiesen sind. In den letzten Jahren ist die Erwerbstätigkeit der Frauen in Deutschland gestiegen. Allerdings schränkt die Übernahme von Pflegetätigkeiten die Erwerbstätigkeit zeitlich sehr ein oder sie wird aufgegeben.

Des Weiteren wurde aufgezeigt, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege oder von Beruf und Familie eine große Bedeutung und Wichtigkeit für die Beschäftigten in deren Berufsleben hat.

Die Referentin schließt mit der Frage: „Wie kann die Wirtschaft die Beschäftigten unterstützen?“ an die vorherigen Punkte an und führt einige Maßnahmen auf, wodurch die kleinen und mittelständischen Unternehmen ihre Beschäftigten entlasten und unterstützen können.

Zu den Maßnahmen zählen flexible Arbeitszeiten und Arbeitsformen, wie die Telearbeit, die von vielen Unternehmen in Deutschland bereits umgesetzt werden. Etwas weniger verbreitet sind Hilfestellungen, wie z.B., dass Unternehmen die Beschäftigten unterstützen, einen Platz in der Kurzzeitpflege zu bekommen oder die Vermittlung an einen Anbieter für haushaltsnahe Dienstleistungen übernehmen.

Es folgte ein Ausblick, bei dem Frau Flüter-Hoffmann ein weiteres Mal deutlich machte, dass sich die Situation der Pflegebedürftigen und der Pflegenden in Deutschland noch zuspitzen wird.
Die Unternehmen bieten bereits viele Angebote und Maßnahmen an. Allerdings können diese noch ausgebaut werden, zumal viele Beschäftigte vom eigenen Unternehmen nicht wissen, welche Möglichkeiten es gibt.

Es ist mehr Transparenz nötig, um die Situation nachhaltig für alle Beteiligten zu verbessern. Dieses wurde in den Gesprächen mit den Teilnehmenden deutlich, die sich innerhalb der Diskussion viele Fragen beantworteten und sich austauschten.Die Unternehmen können die Vereinbarkeit und die Familienfreundlichkeit weiterhin als Wettbewerbsfaktor nutzen, um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden.
Zudem sollte das Rollendenken durchbrochen werden. Auch die männlichen Beschäftigten sind gefragt, um Pflegetätigkeiten zu übernehmen.  

Pflege Betriebswirtschaftlicher Gewinn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

v.l.n.  Carina Knetter Windmöller GmbH | Christiane Flüter-Hoffmann IW Köln | Nicole Brieger Eifler Kunststoff-Technik GmbH | Tabea Mälzer Kompetenzzetrum Frau und Beruf OWL | Uwe Gotzeina Wirtschaftsförderung Kreis Lippe | Sofia-Ruth Burgdorf Windmöller GmbH | Nicole Krüger Gleichstellungsstelle Kreis Lippe | Mareike Felderhoff Windmöller GmbH
Bildrechte: Tabea Mälzer

 

Kontakt Kompetenzzentrum Frau und Beruf

OWL Kompetenzzentrum Frau und BerufOstWestfalenLippe GmbH | Kompetenzzentrum Frau und Beruf OstWestfalenLippe

Turnerstraße 5 - 9 | 33602 Bielefeld | Tel.: 0521 96733-291 | Fax: 0521 96733-19 | E-Mail

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