Mehr Kultur auf den Stundenplan

  • Erstellt am:
    26. Januar 2011
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OWL-Konferenz beleuchtet kulturelle Bildung in der Schule

Paderborn/Bielefeld, 26. Januar 2011. Mehr Konzentration, höhere Lernleistung, besseres Klima, engere Zusammenarbeit: Schüler haben vielfältige Vorteile, wenn regelmäßig kulturelle Bildung „auf dem Stundenplan“ steht. Wie man dieses Thema in der Schule verankert und wie Bildung und Kulturszene zusammenarbeiten können, diskutierten rund 230 Fachleute auf der 4. OWL Kulturkonferenz am Mittwoch im Paderborner Heinz Nixdorf MuseumsForum, u. a. auch mit NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann.

„Schule ist mehr als Unterricht“, machte die Ministerin ihren ganzheitlichen Ansatz deutlich. Kulturelle Bildung sei eine grundlegende Gemeinschaftsaufgabe. Das Land unterstütze darum die Kulturfinanzierung der Kommunen. „Umso wichtiger sind praktische und möglichst gut konzertierte Beispiele wie das, was Sie hier in OstWestfalenLippe erarbeitet haben“, betonte Löhrmann. Die Landesregierung plane einen „Kulturrucksack für jedes Kind“, der altersgemäße Bildungs- und Kreativangebote aus allen Kultursparten enthalten soll.

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„Unser gemeinsames Anliegen sollte es sein, unserem Nachwuchs einen Zugang zur Kultur zu verschaffen und damit zu seiner Bildung beizutragen – inklusive aller persönlichkeitsbildenden Nebenwirkungen“, fordert Landrat Friedel Heuwinkel. Der Vorsitzende des Fachbeirats Kultur der OstWestfalenLippe GmbH machte deutlich, wie wichtig enge Zusammenarbeit zwischen Kultur und Schule, aber auch die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch auf regionaler Ebene sind, um dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen.

 

 

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Kulturpädagogik in der Schule bringt viele Vorteile. Internationale Untersuchungen zeigen, dass Schüler insgesamt bessere Leistungen bringen, höhere Abschlüsse erzielen, sich leichter auf Unterrichtsinhalte konzentrieren können, aber auch in punkto Sozialverhalten und Persönlichkeitsentwicklung sehr profitieren, wenn kulturelle Bildung Teil ihres Schulalltags ist. Das stellten Brigitte Schorn und Gisela Wibbing von der Arbeitsstelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW heraus.

Die beiden Expertinnen betonten, dass Kultur in der Schule nicht auf ein-zelne Projekte beschränkt bleiben dürfe: „Es genügt nicht, wenn die Schüler und Schülerinnen ihr kreatives Potenzial zur Schmückung bestimmter Anlässe einbringen können.“ Brigitte Schorn und Gisela Wibbing präsentierten ein ganzes Bündel von Empfehlungen. Eine Schule müsse Kultur in ihrem Programm verankern, engen Kontakt zu Kulturpartnern pflegen und Unterricht in anderem Rahmen und an anderen Orten möglich machen.

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NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann diskutierte nach dem Referat auf dem Podium mit Fachleuten aus Bildung und Kultur. Ein Ergebnis: Wenn alle Beteiligten den Wert der besonderen Erfahrungen aus kulturellen und künstlerischen Prozessen kennen und schätzen, dann könne kulturelle Bildung fest an einer Schule etabliert werden.

Am Nachmittag beleuchteten die Praktiker aus Kunst, Kultur, Schule und Verwaltung in fünf Foren vorbildliche Konzepte wie KulturScouts OWL oder SMS - Singen macht Sinn, diskutierten über städtische Modelle und sprachen über die Bildung regionaler Netze – Themen, die in OWL als Modellregion für kulturelle Bildung auf der Tagesordnung stehen.

Am Ende der Konferenz war deutlich: Kulturelle Bildung für alle Schüler zu ermöglichen ist eine große Herausforderung. Und ein unverzichtbarer Baustein für noch mehr Qualität im Bildungswesen und damit die Zukunftsperspektiven unserer Gesellschaft. 

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OWL Kulturkonferenz
Zum 4. Mal hatte das Kulturbüro OWL der OstWestfalenLippe GmbH Fachleute aus Kultur, Bildung, Verwaltung und Politik zu einer Konferenz eingeladen. Die Veranstaltung in Kooperation mit Bezirksregierung, Regionalrat, Kreis Paderborn und Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW“ ist ein regionales Forum für Information, Erfahrungsaustausch und Vernetzung sowie Präsentation erfolgreicher Praxisbeispiele. Kinder und Jugendliche stehen im Mittelpunkt der Initiativen für OstWestfalenLippe als Modellregion Kulturelle Bildung. Ziel ist es, die kreativen Kräfte junger Menschen zu wecken, sie zur aktiven Teilnahme am kulturellen Leben zu ermuntern und ihre Bildungschancen zu verbessern. Die Konferenz wird unterstützt vom Landesministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport.

Neues Buch zur kulturellen Bildung in der Schule

„Kulturelle Bildung in der Schule – Durch Kooperation zum Erfolg“: Dieses neue Werkbuch der Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW“ präsentiert Schulen, die über ein kulturelles Profil verfügen, und  gelungene Kooperationsbeispiele. Bestellungen sind unter per Mail möglich.

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