Bielefeld/Minden, den 28. Januar 2010. „Hervorragend, wie OstWestfalenLippe
den Umgang mit dem Thema Kulturelle Bildung versteht!“ lobte Hans-Heinrich
Grosse-Brockhoff, Kultur-Staatssekretär der Landesregierung
Nordrhein-Westfalen, die Entwicklungen zur Modellregion anlässlich der 3. OWL
Kulturkonferenz. Das regionale Engagement stärke die Vorreiterrolle Nordrhein-Westfalens
als Modell-Land Kulturelle Bildung, erklärte Grosse-Brockhoff: „Jedes Kind und
jeder Jugendliche sollte im Laufe seiner Kindergarten- und Schulzeit die Chance
haben, mit jeder Kultursparte und jedem Kulturinstitut seiner Stadt und seines
Kreises passiv und aktiv in Berührung zu kommen. Damit das gelingen kann, gibt
die Landesregierung jeden zehnten Euro des Kulturetats für die künstlerisch-kulturelle
Bildung aus.“
200 Gäste aus Kunst und Kultur,
Politik, Bildung und Verwaltung waren im Mindener Preußen-Museum NRW zusammen gekommen,
um sich über aktuelle Projektansätze und Umsetzungsstrategien zu informieren. Die
Veranstaltung wird vom OWL Kulturbüro der OWL Marketing GmbH gemeinsam mit der
Bezirksregierung Detmold und dem Regionalrat organisiert.
„OstWestfalenLippe ist eine junge Region und wir wollen dafür sorgen,
dass unsere Kinder und Jugendlichen Lebenslust und Lernbereitschaft mit auf den
Weg bekommen. Künstlerische Aktivitäten bringen diese Eigenschaften
besonders hervor “, erklärt Landrat
Friedel Heuwinkel, Vorsitzender des Fachbeirats Kultur der OWL Marketing GmbH,
die Idee der Modellregion. Die Bezirksregierung Detmold, die OWL Marketing GmbH
und der Koordinationskreis Kulturelle Bildung verfolgen das gemeinsame Ziel,
mit regionalen Lösungsansätzen Kultur- und Schuleinrichtungen stärker zu
vernetzen. Aus diesem Grund haben die Kreise und die Stadt Bielefeld den
Koordinationskreis Kulturelle Bildung ins Leben gerufen. Während die Stadt
Minden ihr prämiertes Kommunales Gesamtkonzept umsetzt, stellt der Kreis
Herford das Landesprogramm „Kultur und Schule“ in den Mittelpunkt der
Aufmerksamkeit. Der Kreis Lippe zeigt zusammen mit dem Landesverband und dem
Hermannbüro wie man ein Themenjahr beispielhaft für die kulturelle Bildung
nutzen kann. Zum Nachahmen laden auch Community Dance-Projekte wie „Zeitsprung“
(Tanztheater Bielefeld), „ResiDance“ (Peter-Gläsel-Stiftung) und „Schritt für
Schritt“ (Minden), sowie „SMS - Singen macht Sinn“ (Hochschule für Musik Detmold),
„Kunst für alle“ (Michael Freiburger) und „ Jugend unter Dampf“
(Landeseisenbahn Lippe e.V.) ein. Die Projekte illustrieren wie künstlerische
Qualität, der thematische Bezug zum Lehrplan, die Qualifizierung von
Multiplikatoren und Mobilität zum Erfolg beitragen.
„Die Modellregion Kulturelle Bildung
hat schon zahlreiche Mitstreiter gewonnen“ freut sich Regierungspräsidentin
Marianne Thomann-Stahl über den erfolgreichen Prozess in OstWestfalenLippe. Immer mehr Verantwortliche in Kultur und
Gesellschaft setzen auf die positive Wirkung, welche die aktive
Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur auf die Entwicklung von Kindern und
Jugendlichen hat, so Thomann-Stahl. Die Konferenz werde weitere motivieren. Sie
sei ein Beweis dafür, dass alle Beteiligten von der Investition in kulturelle
Bildung profitieren: „OWL hebt seine Standortqualitäten hervor, unseren Städten
und Gemeinden gelingt es, ihre Kultur- und Schuleinrichtungen (profil-) bildend
zu vernetzen, Kultureinrichtungen gewinnen neue Zuschauerschichten und Schulen
werden attraktive Lern- und Lebensräume“, ergänzte die Regierungspräsidentin.
Einen wichtigen Schritt für die Fortsetzung des Prozesses kündigte Wolfgang
Kirschbaum, Vorsitzender der
Sparkasse Minden-Lübbecke an: „Die
Sparkassen in OWL haben sich entschlossen, die wirkungsvolle Arbeit des OWL
Kulturbüros weitere drei Jahre mit 40.000 , -
Euro brutto zu unterstützen.“ Die positive Nachricht veranlasste Heike Herold, Leiterin des OWL Kulturbüros der OWL Marketing
GmbH, die nächsten Ziele des Koordinationskreises
Kulturelle Bildung zu formulieren: „Wir wollen die Angebote im ländlichen Raum
und die Community-Dance-Bewegung als regionales Profil stärken. Eine weitere
Idee ist, Kultur-Fahrten von
Schülern zu erleichtern.“
Pressekontakt:
OWL
Marketing GmbH
OWL Kulturbüro
Heike Herold
Tel. 0521-96733-17
Fax 0521-96733-19
E-Mail: h.herold@owl-kulturbuero.de
www.owl-kulturbuero.de
Zusatzinformation
Die sechs Kreise und die Stadt Bielefeld sehen in der Förderung der
kulturellen Bildung eine wichtige gesamtregionale Aufgabe. Zielorientierung ist
s eit 2007 die „Modellregion
Kulturelle Bildung“. Um die Vernetzung und den Austausch von Kompetenzen zum
Thema zu unterstützen, wurde der
„Koordinationskreis Kulturelle Bildung“ in OstWestfalenLippe ins Leben gerufen.
Gerade wurde das Projekt „KulturScouts OWL“ auf den Weg gebracht. Dem
Koordinationskreis gehören Vertreter der Kreise ,
der Stadt Bielefeld, der
Bezirksregierung und der OWL Marketing GmbH an. Das Internetportal und eine
regionale Bestandsaufnahme gehören zu den Maßnahmen,
die u.a. in den Jahren 2007/2008 von der Landesregierung unterstützt worden
sind. Auch der Fachbeirat Kultur der OWL Marketing GmbH unterstützt die
Entwicklungen. 2008 erklärte er die Modellregion Kulturelle Bildung zu einem
Schwerpunkt der Regionalen Kulturpolitik und setzt das OWL Kulturbüro
koordinierend für die Region ein.
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