„Wir gestalten unser Morgen: Ein gutes Morgen!“

Bielefeld, 27.03.2017. Unter dem Titel „Wir gestalten unser Morgen: Ein gutes Morgen!“ starten die OstWestfalenLippe GmbH, fünf Brancheninitiativen und die Städte Herford und Gütersloh eine Informationskampagne zu den Potenzialen und Chancen der Digitalisierung für wirtschaftliche und gesellschaftliche Bereiche wie Gesundheit, Lebensmittel, Klimaschutz, Energieversorgung, Bauen, Mobilität und für die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum. Im Rahmen der Kampagne wird die Region als Modell präsentiert, in dem die Akteure die digitale Transformation durch viele Beispiele erlebbar machen.

„Kann das Smartphone den Arzt ersetzen? Ersetzt der Roboter meinen Arbeitsplatz? Auf dem Land leben und doch mittendrin. Geht das?“ Wir zeigen den digitalen Wandel durch eine vereinfachte, symbolartige Darstellung der Welt von Morgen mit vielen interessanten Lösungen zur Digitalisierung, die in OWL bereits existieren oder entwickelt werden. So wollen wir die Möglichkeiten der digitalen Transformation in die Gesellschaft tragen und die Menschen in der Region aktiv zum Mitgestalten der „Welt von morgen“ begeistern. Dafür steht der Titel der Informationskampagne ‚Wir gestalten unser Morgen: Ein gutes Morgen‘“, erläutert Herbert Weber, Geschäftsführer der OWL GmbH.

Im Internet unter www.owl-morgen.de werden die vielfältigen Aktivitäten und Lösungsansätze, die die Digitalisierung bietet, gezeigt. Unternehmen und Interessierte erhalten dort zahlreiche Angebote, wie Beratungen, Quick Checks oder Veranstaltungstipps. Im September ist eine große Veranstaltung geplant, in der die Innovationskraft der Region demonstriert werden soll.

Das Herzstück der Kommunikationsmaßnahmen sind die so genannten „Schaufenster 4.0“. Hier zeigen Unternehmen, Hochschulen und Institutionen der Region ab Mai, wie sie die Digitalisierung angehen. Die Firma Hettich aus Kirchlengern präsentiert beispielsweise eine vollintegrierte Fertigungstechnologie zur individuellen Herstellung von Möbelbeschlägen nach Kundenwunsch. Die Fachhochschule Bielefeld zeigt die Einbindung eines anlernbaren Kleinroboters, der einen vorhandenen Produktionsprozess in der Kleinserienherstellung zu optimieren hilft.

„Die Digitalisierung betrifft nicht nur die Wirtschaft, sondern die ganze Gesellschaft. Der demografische Wandel und nicht zuletzt der Klimawandel verlangen nach neuen, vernetzten Lösungen. OstWestfalenLippes Antwort auf diese Herausforderung heißt gemeinsam an Lösungen arbeiten und so die Digitalisierung vorantreiben“, so Wolfgang Marquardt, Prokurist der OWL GmbH.

An der Informationskampagne sind die Branchennetzwerke Food Processing Initiative e.V., Energie Impuls OWL e.V., das Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL gGmbH, OWL Maschinenbau e.V., InnoZent OWL e.V. sowie die Kreise Lippe und Höxter, die SEH Stadtentwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford und die Stadt Gütersloh beteiligt.

Die OstWestfalenLippe GmbH hatte gemeinsam mit 150 Partnern ein Handlungskonzept „OWL 4.0“ entwickelt. Das Konzept mit zehn Projekten zur Digitalisierung im Umfang von 6,6 Mio. € waren beim Projektaufruf Regio.NRW erfolgreich. Mit dem Projektaufruf will das Land die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Regionen in Nordrhein-Westfalen stärken. Die Projekte laufen noch bis Ende 2018.

Norbert Reichl, Food Processing Initiative e.V.: „Der digitale Wandel eröffnet bislang weitgehend ungenutzte Chancen für die Lebensmittelwirtschaft. Diese erschließen wir im Projekt Lebensmittel 4.0 gerade für die mittelständischen Unternehmen in der Region. Wir fokussieren die wichtigen Themen der Branche und vernetzen mit kompetenten Lösungsentwicklern. Unser Partner Institut für Lebensmitteltechnologie.NRW an der Hochschule in Lemgo bietet hier ausgezeichnete Kernkompetenzen von der Qualitätssicherung über die Rückverfolgbarkeit bis zur Haltbarkeitsverbesserung.“

Klaus Meyer, Energie Impuls OWL e.V.: „Strom, Wärme und Mobilität sollen zu einem integrierten Energiesystem kombiniert werden. Dann können die erneuerbaren Energien Versorgungssicherheit zu geringen Kosten und ohne Klimabelastung gewährleisten. In einem dezentralen Energie 4.0-Labor OWL erarbeiten dazu Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Unternehmen neue digitalisierte Lösungen.“

Thore Arendt, OWL GmbH: „In dem Projekt werden neue Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebote für kleine und mittelständische Unternehmen, wie beispielsweise Schulungen oder Quick-Checks, entwickelt und umgesetzt. Außerdem werden neue Forschungsergebnisse, Technologien und Methoden der Digitalisierung für den Mittelstand nutzbar gemacht.“

Uwe Borchers, Zentrum der Innovation in der Gesundheitswirtschaft: „Unser Projektteam entwickelt digitale Lösungen für die Gesundheitswirtschaft: vom Krankenhaus der Zukunft über Mechatronik für Prävention und Rehabilitation bis zur Pflege und personalisierten Dienstleistungen, Wohnen und Assistenzsysteme zur Alltagsunterstützung von kranken Menschen.“

Dr. Klaus Schafmeister, Kreis Lippe: „Durch die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie werden alltagsrelevante Dienste für den Bürger im ländlichen Raum entwickelt, zum Beispiel um das Ehrenamt zu stärken oder die Mobilität zu verbessern.“

Almut Ranft, OWL Maschinenbau e.V.: „In Untersuchungen, Befragungen und Szenario-Workshops werden die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Arbeitswelt ermittelt. Unterstützungs- und Beratungsangebote sowie Leitfäden für Unternehmen werden entwickelt und Modellprojekte zur Anpassung der Arbeitsbedingungen in der Produktion umgesetzt.“

Ulrike Künnemann, InnoZent OWL e.V.: „Digitalisierung und Vernetzung bergen das Potenzial einer nachhaltigen Veränderung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Beschäftigten. Das Projekt Arbeit 4.0 entwickelt praxisnahe und mittelstandsgerechte Ansätze und Lösungen für die sich verändernde Arbeitswelt. U. a. stellen lernende Unternehmensnetzwerke, Modellprojekte und Leitfäden für KMU den Erfahrungsaustausch und den Transfer in die regionale Praxis sicher."

Astrid Kleinkönig, OWL GmbH: „Wir wollen Menschen für die Chancen und Perspektiven der Digitalisierung sensibilisieren. Mit unserer Kampagne ‚MORGEN in OstWestfalenLippe‘ haben wir eine niedrigschwellige, anziehende Plattform geschaffen, die leicht verständlich Digitalisierungstrends erläutert und veranschaulicht. So kann es Spaß machen, sich mit Digitalisierung zu beschäftigen.“

Michael Schmidt, Stadt Gütersloh: „Der Flugplatz Gütersloh soll zu einem zukunftsfähigen Gewerbe- und Industriestandort in direkter Nachbarschaft zu einem Naturgebiet als Leuchtturmprojekt von überregionaler Bedeutung entwickelt werden. Dadurch werden neue Entwicklungsräume für die Ansiedlung von Unternehmen und Gründern, Forschungslaboren und Demonstrationszentren sowie Aus- und Weiterbildungseinrichtungen geschaffen.

Norbert Landshut, SEH Stadtentwicklungsgesellschaft Hansestadt Herford: „Der Kasernenstandort Wentworth Barracks in Herford soll zum Bildungscampus entwickelt werden, der sich an den Bedürfnissen von Wirtschaft und Wissenschaft orientiert. Angesiedelt werden sollen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, Demonstrationszentren wie die Unternehmenswelten 4.0 sowie Gewerbe und junge Unternehmen mit dem Schwerpunkt digitale Transformation.“

Mehr dazu unter www.owl-morgen.de.

PK Kampagnenauftakt webPräsentieren die neue Kampagne: Thore Arendt, OWL GmbH, Projektleiter Industrie 4.0 für den Mittelstand, Ulrike Künnemann, InnoZent OWL, Projektleiterin Business 4.0, Norbert Reichl, Food Processing-Initiative e.V., Projektleiter Lebensmittel 4.0, Astrid Kleinkönig, OWL GmbH, Projektleiterin OWL Arena 4.0, Almut Ranft, OWL Maschinenbau e.V., Projektleiterin Arbeit 4.0, Klaus Meyer, Energie Impuls OWL e.V., Klima Energie & Bauen 4.0, Wolfgang Marquardt, Prokurist OWL GmbH, Herbert Weber, Geschäftsführer OWL GmbH, Norbert Landshut, Geschäftsführer SEH Herford, Projektleiter BildungsCampus Herford (v.l.n.r.).