Viele Impulse für Kunst, Kultur und kulturelle Bildung in OWL

Bielefeld/Herford, 03.02.2017. Mit der strategischen Weiterentwicklung der Kulturregion OstWestfalenLippe beschäftigten sich Vertreter aus Kulturpolitik und -verwaltung, Kultureinrichtungen sowie Einzelkulturschaffende bei der 10. OWL Kulturkonferenz im Marta Herford. Im Mittelpunkt der Vorträge und Gesprächsrunden standen die drei Schwerpunkte des Kulturförderplans des Landes NRW: „Individuelle Künstlerinnen- und Künstlerförderung“, „Digitalisierung und Kultur“ und „Kulturelle Bildung“. Kulturministerin Christina Kampmann lobte die Region als Vorzeigeregion für kulturelle Bildung.

„Ich freue mich darüber, dass sich die Region OWL intensiv mit den drei Schwerpunkten des Kulturförderplans beschäftigt und dazu beiträgt, dass sie in dieser großen Kulturregion umgesetzt werden. Die Ergebnisse dieser Konferenz werden in unsere Planungen einfließen und so auch die NRW-Kulturpolitik mitbestimmen“, erklärte Kulturministerin Kampmann.

„Impulse für die nächsten 10 Jahre Kunst, Kultur und kulturelle Bildung in OstWestfalenLippe“ lautete das Thema der Kulturkonferenz, die von der Bezirksregierung, Regionalrat und OstWestfalenLippe GmbH veranstaltet wurde.

Landrat Dr. Axel Lehmann, Vorsitzender des Fachbeirats Kultur der OWL GmbH, betonte: „Das Besondere in diesem Jahr ist, dass wir gleich zwei Jubiläen feiern können: 10 Jahre Kulturkonferenz und 20 Jahre Regionale Kulturpolitik (RKP). Durch die Konferenzen pflegen wir die kontinuierliche regionale Vernetzung im Kulturbereich, durch die RKP können jährlich rund eine halbe Million Euro Landesmittel für die Förderung der Kultur in die Region geholt werden. Beides möchten wir auch in Zukunft so erfolgreich fortsetzen.“

In einem Podiumsgespräch sahen NRW-Ministerin Christina Kampmann, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Regionalratsvorsitzender Reinhold Stücke, und Herbert Weber, Geschäftsführer der OWL GmbH, in der Umsetzung des Kulturförderplans großes Potenzial für die kulturelle Weiterentwicklung der Region.

Dass die Region der beste Handlungsrahmen für die Kulturpolitik ist, weil sich auch die Kulturbesucher regional orientieren, betonte Olaf Martin vom Landschaftsverband Südniedersachsen in seinem Fachimpuls. Zudem seien die Akteure auf dieser Ebene einander nah genug, um zu kooperieren und ausreichend voneinander entfernt, um Konkurrenz zu vermeiden.

O-Töne zur OWL Kulturkonferenz:

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl: „Ich freue mich, dass unsere Initiative aus dem Jahr 2007 mittlerweile zu einer festen Größe der regionalen Kulturpolitik geworden ist und auch über die Grenzen Ostwestfalen-Lippes hinaus Beachtung findet. Auch die 10. OWL Kulturkonferenz soll wieder wichtige Handlungsfelder umreißen und die maßgeblichen Akteure miteinander ins Gespräch bringen. Denn Kunst und Kultur steigern die Dynamik und Attraktivität einer Region. Ein gutes Kulturangebot beeinflusst nachweislich sowohl die Wirtschaft als auch das Leben der Bürger einer Region positiv.“

Regionalratsvorsitzender Reinold Stücke: „Uns ist sehr wichtig, dass die Aktivitäten in Zusammenhang mit dem Kulturförderplan nicht an OstWestfalenLippe vorbei gehen. Die Regionen außerhalb von Rheinland und Ruhrgebiet müssen von Anfang an einbezogen werden, wenn es um Themen wie „individuelle Künstlerinnen- und Künstlerförderung“ und „Digitalisierung und Kultur“ geht.“

Jürgen Müller, Landrat des Kreises Herford: „Der Kreis Herford beteiligt sich – nicht zuletzt als ständiges Mitglied im Koordinationskreis Kulturelle Bildung – auch über die Kreisgrenzen hinweg an strukturbildenden Maßnahmen im Kulturbereich. Er reagiert auf aktuelle Bedarfe vor Ort, stockt Landesmittel für das Programm Kultur & Schule aus dem eigenen Haushalt seit Jahren auf und unterstützt das Ehrenamt.“

Bürgermeister Tim Kähler (Herford): „Kultur hat eine große Bedeutung für die Menschen in den Kommunen, und sie wird auch immer wichtiger als Standortfaktor. Ich denke hier in Herford an die Nordwestdeutsche Philharmonie, an das Marta, an unser Theater. Drei Kulturstätten, von denen tolle Impulse ausgehen. Kultur macht doch eine Stadt erst richtig lebendig.“

Herbert Weber (Geschäftsführer OWL GmbH): „Im Wettbewerb mit anderen Regionen spielt ein abwechslungsreiches anregendes Kulturangebot eine wichtige Rolle. Das kulturelle Angebot ist eine Motivation für Menschen in die Region zu kommen und wir möchten sie dazu bewegen, hier zu bleiben. Mit dem OWL Kulturbüro bietet die OWL GmbH eine wichtige Plattform, um gemeinsam mit unseren Partnern das Kulturangebot der Region weiter auszubauen.“

Roland Nachtigäller (Künstlerischer Direktor Marta Herford): „Die erste Kulturkonferenz wurde vor 10 Jahren auch hier im Marta Herford veranstaltet. Wir freuen uns, dass diese regionale Großkonferenz heute wieder hier bei uns zu Gast ist.“

OWL Kulturkonferenz

Zum 10. Mal hatte das OWL-Kulturbüro der OstWestfalenLippe GmbH Fachleute aus Kultur, Bildung, Verwaltung und Politik zur OWL Kulturkonferenz eingeladen. Die Veranstaltung ist ein regionales Forum für Information, Erfahrungsaustausch und Vernetzung sowie Präsentation erfolgreicher Praxisbeispiele. Damit ist sie ein wichtiger Teil der Aktivitäten, mit denen sich das OWL Kulturbüro der Regionalmarketing- und Regionalentwicklungsgesellschaft OstWestfalenLippe GmbH für die Förderung der kulturellen Vielfalt in OWL einsetzt.

www.owl-kulturbuero.de

10.OWL Kulturkonferenz webDiskutierten über die strategischen Weiterentwicklung der Kulturregion OstWestfalenLippe (v.l.n.r.): Reinold Stücke, Regionalratsvorsitzender, Herfords Bürgermeister Tim Kähler, Roland Nachtigäller, Künstlerischer Direktor Marta Herford, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, NRW-Kulturministerin Christina Kampmann, Lippes Landrat Dr. Axel Lehmann, Vorsitzender des Fachbeirats Kultur der OWL GmbH, Landrat Jürgen Müller, Kreis Herford, Herbert Weber, Geschäftsführer OWL GmbH, und Antje Nöhren, Leiterin des OWL Kulturbüros.