Tourismus der Region setzt auf Digitalisierung

Die Digitalisierung ist auch im Tourismus angekommen und bietet der Branche große Chancen. Was das für die Urlaubs- und Freizeitregion Teutoburger Wald bedeutet und welche Auswirkungen sich für den Gästeservice und das Marketing ergeben, stand im Mittelpunkt des 12. Teutoburger Wald Tourismustages. „Auch im Tourismus nimmt der digitale Wandel deutlich an Fahrt auf. Das wollen wir für unsere Region nutzen und mit interessanten Angeboten mehr Touristen in den Teutoburger Wald locken“, erklärt Landrat Dr. Axel Lehmann, Vorsitzender des Fachbeirats Tourismus der OstWestfalenLippe GmbH. Rund 160 Tourismusexperten diskutierten die Chancen der Digitalisierung auf dem regionalen Branchentreffen auf der Landesgartenschau in Bad Lippspringe.

„Die Digitalisierung ist auch für den Tourismus in OWL ein wesentlicher Innovationstreiber. Sie bietet vielfältige Möglichkeiten, die Freizeit-Infrastruktur noch intensiver zu erleben und damit die Attraktivität der Region für Touristen, aber auch die Lebensqualität des Standorts zu verbessern, um Fach- und Führungskräfte für OWL zu gewinnen“, erläutert Herbert Weber, Geschäftsführer der OWL GmbH.

Ein Beispiel für die Digitalisierung im Teutoburger Wald Tourismus ist der TEUTO_Navigator. Die interaktive Karte bietet neben Wanderwegen und Radtouren auch Informationen zu Ausflugszielen, Unterkünften und Einkehrmöglichkeiten. Mittlerweile hält der TEUTO_Navigator 840 Tourenvorschläge und mehr als 2000 „Point of Interests“ für ganz OstWestfalenLippe bereit. Um die Inhalte stets aktuell und für den Gast attraktiv zu halten, arbeiten die Touristiker der Region eng zusammen und pflegen spannende Angebote in den Navigator ein.

„Auch bei den derzeit geförderten laufenden Projekten zur Steigerung der Attraktivität der Urlaubsregion Teutoburger Wald, spielen digitale Instrumente eine große Rolle. So werden etwa Wanderwege in Qualität und Beschaffenheit digital erfasst. Außerdem sollen kulturelle Angebote im Teutoburger Wald unter anderem mit digitalen Instrumenten zeitgemäß inszeniert werden“, so Markus Backes, Leiter des Teutoburger Wald Tourismus der OstWestfalenLippe GmbH.

Wie touristische Unternehmen mithilfe digitaler Angebote den Service und das Erlebnis für Kunden verbessern können, verdeutlichte Carsten Heinsohn von der dwif-Consulting GmbH Tourismusberatung. „Digitaler Wandel im Tourismus heißt vor allem: Kooperation und Netzwerke leben, um digital unterstützt das Gästeerlebnis in den Mittelpunkt zu rücken.“

Um die Digitalisierung im Wandertourismus ging es beim Vortrag von Erik Neumeyer vom Deutschen Wanderverband. „Die ‚Währung‘ der Digitalisierung im Tourismus heißt ‚Content‘. Dieser ist dann für die Wanderregion Teutoburger Wald wertvoll, wenn er aktuell ist und das reale Wanderangebot für jeden Zweck nutzbar macht“.

Über die Voraussetzungen für erfolgreiches Social Media Marketing im Tourismus sprach Kristine Honig, Tourismuszukunft – Realizing Progress GmbH & Co. KG. „Der große Mehrwert von Social Media im Vergleich zu klassischen Kanälen liegt darin, dem Kunden zuhören und sich mit diesem austauschen zu können, beispielsweise im Rahmen des Einsatzes von Social Media als Service-Kanal.“

Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der Gästeübernachtungen in der Region leicht um 1,3 Prozentpunkte auf knapp 6,7 Millionen Übernachtungen. Die Tourismusbranche im Teutoburger Wald setzt knapp 2,6 Milliarden Euro pro Jahr um und bietet rund 50.000 Arbeitsplätze.

Vorträge und Fotos des Tourismustags finden Sie unter www.teutoburgerwald.de/tourismustag

Weitere Informationen unter www.teutoburgerwald.de

Pressefoto TW Tourismustag webDiskutierten die Chancen der Digitalisierung in der Tourismusarbeit (v.l.n.r.): Paderborns Landrat Manfred Müller, Markus Backes, Leiter des Teutoburger Wald Tourismus der OWL GmbH, Herbert Weber, Geschäftsführer der OWL GmbH, Bad Lippspringes Bürgermeister Andreas Bee, und Landrat Dr. Axel Lehmann, Vorsitzender des Fachbeirats Teutoburger Wald Tourismus der OWL GmbH.