Vielfalt in Fach-und Führungspositionen – Erfolgsfaktor für KMU

Unter diesem Titel führte Nina Bessing, Director der EAF in Berlin, am 13. November 2017 einen Workshop für Personalverantwortliche in kleinen und mittelständischen Unternehmen durch. Anhand der Prinzipien des Diversity Managements wurden Fragen rund um das obige Thema, insbesondere in Bezug auf Frauen als eine der größten Diversity-Gruppen, behandelt. „Diversity Management ist ein ganzheitliches Managementkonzept, welches die Wertschätzung einerseits und auch die explizite Förderung von Vielfalt in Organisationen andererseits zum Ziel hat“, so Bessing.
Schon in ihrer Einführung in das Thema zeigte sie zahlreiche Gründe auf, einen Wandel in diesem Sinne anzustreben. Einerseits wirkt sich Diversität von Teams positiv auf die Leistung, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen am Markt aus. So ist nachgewiesen, dass ein Team seine optimale Effizienz erreicht, wenn es zu je 50% aus Frauen und Männern besteht. Andererseits zwingt der demographische Wandel dazu, neue Strategien bei der Suche nach und v.a. langfristigen Bindung von MitarbeiterInnen zu entwickeln. Letztlich ist aber auch ein deutlicher Wertewandel gerade unter jüngeren Beschäftigten zu verzeichnen, die mehr Zeit für die Familie, soziales Engagement und sonstige Aktivitäten außerhalb und v.a. neben ihrer beruflichen Tätigkeit einfordern. Dabei wünschen sich Männer genauso wie Frauen von ihren ArbeitgeberInnen die Ermöglichung einer partnerschaftlichen Teilung von familiären Aufgaben. Unternehmen, die dies anerkennen und Raum für diese zunehmend eingeforderten Werte und Tätigkeiten bieten, sind sowohl für Beschäftigte als auch für zukünftige BewerberInnen attraktiver.

Welche Barrieren stehen der Verwirklichung dieser Wünsche entgegen? Gesellschaftliche Rahmenbedingungen, betriebliche Muster und Prozesse sowie Rollenerwartungen und Stereotype. In einer Übung stellten die Teilnehmenden – nahezu ausnahmslos – mit Erstaunen fest, wie tief stereotypische Vorstellungen auch bei Personen sitzen, die sich als aufgeschlossen und sensibel gegen Vorurteile und Stereotype bezeichnen würden.

Insbesondere bei betrieblichen Mustern, die sich negativ auf die Erwerbstätigkeit von Frauen auswirken können, sind folgende Bereiche zu identifizieren: Zusammenarbeit und Führung, Talentmanagement, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Flexibilität; hiermit sind sowohl Führung in flexiblen Systemen, wie Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort, als auch flexible Arbeitszeitmodelle, wie bspw. vollzeitnahe Teilzeit, Job-Sharing, gemeint.

Die Erkenntnisse zu diesen Handlungsfeldern zeigten Strategien und Maßnahmen auf, wie Personalverantwortliche in KMU durch das Drehen an vielen Stellschrauben, Rahmenbedingungen für Frauen in Fach- und Führungspositionen und damit deren Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten positiv beeinflussen können.

Die Veranstaltung fand statt im Rahmen des gemeinsamen Projekts „Mehr Frauen in Führung - so geht´s“ von Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL, WEGE Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld mbH und Gleichstellungsstelle Stadt Bielefeld.

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(von links)
Nina Bessing | EAF Berlin
Brigitte Alers | Geschäftsführende Gesellschafterin von bsb-label gmbh
Christina Rouvray | Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL

Kontakt Kompetenzzentrum Frau und Beruf

OWL Kompetenzzentrum Frau und BerufOstWestfalenLippe GmbH | Kompetenzzentrum Frau und Beruf OstWestfalenLippe

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