Inklusion im Unternehmen – alles kein Problem?!

In einer Informationsveranstaltung mit diesem Titel begrüßte das Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL in Kooperation mit dem Unternehmens-Netzwerk INKLUSION rund 40 Teilnehmende aus Unternehmen und Institutionen am 13. November im Innovationszentrum Fennel in Bad Oeynhausen.

Nur die wenigsten Behinderungen sind angeboren. 96% aller Menschen mit Behinderung erwerben erst im Laufe ihres Lebens durch Unfälle oder chronische Erkrankungen eine Behinderung. Viele dieser Menschen haben langjährige Berufserfahrung und spezielles Knowhow. Sie waren vor Erwerb der Behinderung fest in Unternehmen integriert. Dies gilt für Männer und Frauen gleichermaßen, doch wird das Fachkräftepotential von Frauen mit Behinderung oft verkannt.

Es ist wichtig, die Potentiale von Menschen mit Handicap zu nutzen, denn „wir haben derzeit nicht nur einen Fachkräftemangel, sondern auch einen Hilfskräftemangel“ wie Dennis Müller, Teamleiter des Integrationsfachdienstes beim Kreis Minden-Lübbecke betonte.

In der Veranstaltung informierten sich die Unternehmensvertreter über Beratungs- und Unterstützungsangebote für Arbeitgeber. Finanzielle Fördermöglichkeiten zur Erleichterung der betrieblichen Inklusion wurden aufgezeigt. So unterstützt z. B. die Agentur für Arbeit die Einstellung von Menschen mit Handicap durch einen Eingliederungszuschuss. Das Integrationsamt kann Investitionen wie den Einbau eines barrierefreien WCs oder ein Jobcoaching am Arbeitsplatz finanzieren.

Im Erfahrungsaustausch mit Unternehmensvertreterinnen und –Vertretern wurde deutlich, dass sich die Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung positiv auf das Betriebsklima auswirkt. Engagierte und motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können gewonnen bzw. gehalten werden. Für Eckhard Rüter, Geschäftsführer Rüter Elektronik bedeutet Inklusion das Anderssein von Menschen zu akzeptieren und Barrieren abzubauen: „Nicht der Rollstuhl behindert den Menschen, sondern die Treppe!“. Die betriebliche Inklusion bringt einige Herausforderungen mit sich, aber Unternehmen bekommen dabei kompetente Unterstützung durch regionale Fachexperten. Wie Olaf Buder vom Unternehmen zweiLaden sagt: „Man wird nicht allein gelassen!“.

Foto 13.11.2017

 

 

 

 

 

 

 

 

Informierten Personalverantwortliche: (v.l.) Christin Wegener, Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL, Dennis Müller, Integrationsfachdienst Minden-Lübbecke, Eckhard Rüter, Rüter Elektronik, Andrea Strulik, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Minden-Lübbecke, Sabine Schröder, Unternehmens-Netzwerk INKLUSION

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